Kulturfrühstück : Mord an der Mittelplate

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Die Anregung für das nächste „Kulturfrühstück“ hat sich Dieter Norton in den Uetersener Nachrichten geholt. Mit einem ganzseitigen Portrait war Hauke Burmann und sein Erstlingswerk „Tief in der Nordsee“ vorgestellt worden. Der Vorsitzende des Kulturforums las den Krimi und stellte fest: „tolle Geschichte!“ Er kontaktete den gebürtigen Uetersener, der heute in Horst lebt, und natürlich war der gern bereit, während des nächsten Kulturfrühstücks am Sonntag, 7. Juni, etwas aus dem Buch vorzutragen.

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22. Mai 2015, 21:44 Uhr

Die Idee kam dem Autor bereits Ende der Neunziger des vergangenen Jahrhunderts bei einem Plausch mit einem Kommilitonen in der Uni-Mensa. Der berichtete von dem früheren Kampf der Dithmarscher gegen den Bau der Ölbohrinsel Mittelplate, ausgerechnet im Vogelschutzgebiet.

Es dauerte dann allerdings bis 2011, bis Hauke Burmann begann, daraus ein Buch zu formen. Dazwischen lag der Abschluss des Studiums sowie sieben Jahre bei den UeNa, für die er das Jugendforum betreute und als Lokaljournalist arbeitete. Ein Volontariat wurde absolviert, viele Krimis gelesen und bei einem erfolgreichen Autor holte er sich Tipps für den Aufbau einer spannungsgeladenen Story.

Recherche ist für Hauke Burmann wichtig und so bereiste er vor dem Schreiben alle Orte der Handlung. Sogar ins gerichtsmedizinische Institut in Kiel zog es ihn, damit er beschreiben konnte, wie eine Leiche aussieht, die jahrzehntelang im Watt lag. Denn dieser Fund steht am Anfang der Geschichte, während der noch drei weitere Morde aufzuklären sind. Geschrieben wurde während der täglichen Bahnfahrt nach Hamburg und zurück, denn der Redakteur arbeitet in der Freien und Hansestadt. Neben den beiden einzigen „Mitwissern“, seiner Frau und einem guten Freund, bekam das Werk auch ein Polizist zu lesen. Der sollte darüber urteilen, ob der Arbeitsalltag korrekt beschrieben worden war. 400 Seiten entstanden, die in der Zusammenarbeit mit einer Lektorin auf 270 Seiten schrumpften. Straffer und stärker ausgearbeitet wurde der Text, so Hauke Burmann. Die Geschichte blieb jedoch unangetastet. Sein Werk konnte er beim „emons Verlag“ unterbringen, einem renommierten Haus für Regionalkrimis, der 150 Bücher im Jahr editiert.

Das Frühstück im „Kulturhaus“, Klinkerstraße 84, beginnt um 10 Uhr und kostet zehn Euro. Selbstverständlich können signierte Bücher erworben werden. Schnelle Anmeldung bei Hanne Norton unter Telefon 04122/979590 ist sinnvoll, da die Plätze erfahrungsgemäß flott vergeben sind.

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