Brauchtum : Moorreges Maibaum

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Er steht wieder – an seinem angestammten Platz auf der Wiese neben der Grundschule, an der Spitze eines vielleicht vier Meter hohen Holzbalkens – und macht durch seine bloße Anwesenheit deutlich, dass endlich Frühling ist: Gestern ist in Moorrege der Maibaum aufgestellt worden.

shz.de von
01. Mai 2015, 18:49 Uhr

Moorreges Pastor Stefan Weißflog ging in seiner etwa halbstündigen Andacht vor einem improvisierten Altar in einem Festzelt auf den Wert des Sonntags als Tag der Ruhe, Besinnung und inneren Einkehr ein und bezeichnete die Schöpfungsgeschichte als „grundlegenden sozialen Baustein“, quasi die Erfindung des Sabbats. Schon Gott, so Weißflog, ruhte am siebten Tag von seinem Werk aus.

„Umso bedauerlicher finde ich es, dass der Sonntag immer weiter ausgehöhlt und dem Konsum geopfert wird“, sagte ervor zahlreichen Gästen, darunter auch die CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier mit ihrem Ehemann Hanns und Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg. Der Mensch brauche „Fest-Tage“ als Zeit des Nachdenkens, mahnte der Pastor.

Begonnen hatte die Feier mit dem Aufstellen des Maibaums, übrigens erst der zweite nach der Premiere im vergangenen Jahr. Mädchen und Jungen des Moorreger Sportvereins tanzten anschließend um den Maibaum herum, bevor der Vorsitzende des Moorreger Kulturforums, Dieter Norton, dazu aufrief, die Bänder um den Stamm zu wickeln und ihn der Tradition entsprechend zu „schnüren“. Weil sich erst niemand so recht traute, machte er es vor (kleines Foto) und wurde endlich von Freiwilligen abgelöst.

Das Aufstellen des Maibaums wurde zu einem Familienfest und Fest der Begegnung. Bei Kaffee und Kuchen trafen sich Bekannte, Freunde und Nachbarn, genossen Chorgesang und die Musik des Musikzuges Rosenstadt Uetersen.

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