Kulturforum : Moorreger Tratsch im Treppenhaus

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Beim Kulturforum wird wieder Theater gespielt. Einen Klassiker haben sich die Laienschauspieler ausgesucht, der auch immer wieder im Fernsehen gezeigt wird. Die Probenarbeiten zu „Tratsch im Treppenhaus“ haben begonnen. Zwei Vorstellungen sind am 23. und 24. Februar im Infozentrum der Regionalschule geplant.

shz.de von
30. Oktober 2012, 21:29 Uhr

„Wir hatten uns von einem Theaterverlag mehrere Stücke schicken lassen“, berichtet der Kulturforums-Vorsitzende Dieter Norton. „Die waren entweder zu langweilig oder zu ordinär“, erklärt Regisseurin Ponny Uhlenbruck, „oder sie passten nicht zu unserer kleinen Gruppe.“

Man kam auf die Idee, es mit einem älteren und bekannten Stück zu probieren. Schnell kam Tratsch im Treppenhaus in die engeren Auswahl. Gemeinsam wurde die legendäre Aufführung aus dem Ohnsorg-Theater mit Heidi Kabel aus dem Jahr 1966 angesehen – und die Entscheidung stand fest. Da nicht alle Hobby-Mimen der plattdeutschen Sprache mächtig sind, wird die Komödie auf Hochdeutsch aufgeführt.

Die Handlung ist im Treppenhaus einer Mietskaserne in den beginnenden Wirtschaftswunderjahren angesiedelt. Ein pensionierter Beamter und eine Witwe, die ihren Lebensunterhalt als Putzfrau verdient, geraten wegen kräftigen Lärms und der Nutzung zweier Kammern aneinander. Geschürt wird der Streit durch die Schludereien einer Mieterin aus einem unteren Stockwerk. Wie es sich für eine gute Komödie gehört, steht am Ende die Auslöserin der Streitereien jedoch geläutert da.

Im Wesentlichen machen die Akteure mit, die im vergangenen Jahr bereits beim „Männerkarussell“ von Erika Kainberger-Kapeller dabei waren. Die Regisseurin arbeitete damals zum ersten Mal fürs Kulturforum und macht diesmal gerne wieder mit. Zwei Neuzugänge gibt es allerdings.

Ingrid Weinberg kam nach der Aufführung von „Männerkarussell“ zu den Darstellern und erklärte, sie könnte sich vorstellen, beim nächsten Mal eine Rolle zu übernehmen. Nun ist es gleich die Hauptrolle. Die Bürgermeistergattin wird als Frau Boldt auftreten, die für das Hamburger Volkstheater von Heidi Kabel gespielt wurde. Zweite Verstärkung ist Klaus Baldzun-Kanehl, der eine kleine Rolle übernimmt.

Die Moorreger sind nicht nur leidenschaftliche Feierabend-Theatermacher. Es gibt noch einen zweiten Grund für das neue Projekt. „Der Turnverein Moorrege kann 2013 sein 100-jährige Bestehen feiern“, erklärt Norton. Der TVM-Vorstand habe angefragt, ob das Kulturforum etwas zum Jubiläum beitragen könne. „Wir schenken dem Turnverein die Premiere unseres neuen Stücks“, freut sich Norton.

Der Vorverkauf für Tratsch im Treppenhaus soll im Dezember beginnen.

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