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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 10:37 Uhr

Bauausschuss : Moorreger Tohuwabohu beendet

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Da haben Christdemokraten und Grüne doch noch einen Kompromiss gefunden. Während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter ist es gelungen, einen Bauausschuss zu wählen. Im vierten Anlauf hat es nun endlich geklappt. „Nun können wir wieder zum Wohle der Gemeinde und der Bürger arbeiten“, freute sich Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU). Als Folge des Streits wird in Moorrege seit fast einem Jahr nicht in einem Ausschuss über Bau- und Umweltfragen diskutiert worden sein.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2013 | 20:03 Uhr

Seinen Anfang nahm das Tohuwabohu während der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung im Mai. Um die Arbeit der Grünen Fraktion auf viele Schultern zu verteilen, hatte der Fraktionssprecher Helmuth Kruse bei der Wahl zu den Ausschüssen versucht, möglichst viele bürgerliche Mitglieder zu platzieren. Sein Pendant von der CDU, Georg Plettenberg, erkannte den Plan und durchkreuzte ihn.

Für zusätzliche Verunsicherung sorgten damals die Grünen, die das komplizierte Verhältniswahlrecht beantragten. Ferner änderte die Mehrheitsfraktion aus Sorge vor für sie möglicherweise negativ ausfallenden Losentscheidungen die Gemeindeordnung. Statt bisher neun sitzen nun sieben Politiker im Bauausschuss. Mehr Gemeindevertreter als bürgerliche Mitglieder müssen in jedem Ausschuss sitzen. Doch für die Grünen, die als kleinste Fraktion den letzten Zugriff hatte, gab es keinen Platz für ein bürgerliches Mitgleid mehr.

Die Konservativen blockierten die Grünen mit ihre Vorschlägen, so dass die Wahl in zwei Gremien scheiterte und wiederholt werden musste. Nicht aufgefallen war der Verwaltung, dass auch die Wahl für den Bauausschuss irregulär war.

Während einer außerordentlichen und einer regulären Gemeindevertretersitzung im September scheiterte die Wahl an der Konfrontation von Mehrheits- und kleinster Fraktion erneut. Gegenseitige Schuldzuweisungen waren die Folge. Die Sozialdemokraten verfolgten das Gezänk distanziert und amüsiert.

Der Deal, der nun die Besetzung möglich machte: Die Grünen versuchten nicht mehr, ein bürgerliches Mitglied in den Ausschuss zu entsenden. Sie nominierten den Gemeindevertreter Jörg Schneider. Dafür kamen die Christdemokraten ihnen bei einem Lieblingsthema der Ökopaxe entgegen, der Verbesserung des Spielplatzes Schmiedeweg. Der Ausschuss für Jugendpflege und Sport wird sich gleich Anfang 2014 zu einer Begehung des Spielplatzes treffen, um über geeignete Verbesserungen zu beraten. Dies sprach Schneider in seiner Funktion als stellvertretender Fraktionsvorsitzender mit dem Ausschussvorsitzenden Dieter Norton (CDU) ab. Denn wenn die Kinder im Frühjahr wieder aufs Areal kommen, sollen sie einen aufgepeppten „Spieli“ vorfinden.

5000 Euro stehen für das Projekt im Haushalt bereit. Abzuwarten bleibt, ob die Konservativen bereit sind, mehr Geld für die Idee der Grünen zu bewilligen. Ausreichend Mittel würden in der Rücklage zur Verfügung stehen. Mehr über den Haushalt 2014 lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben.

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