Begegnungscafé : Moorreger helfen Flüchtlingen

4401510_800x960_555e20241cee8.jpg
1 von 12

Flüchtlingen zu helfen, hat sich eine Gruppe von Moorreger Bürgern vorgenommen. Sie eröffnen am Freitag, 12. Juni, um 16 Uhr ein Begegnungscafé. Treibende Kräfte sind die karitativen Organisationen sowie die evangelisch-lutherische Kirche des Dorfes. Als Treffpunkt ist die Begegnungsstätte An’n Himmelsbarg ausgeguckt worden. „Wir sind uns einig, dass etwas getan werden muss“, stellt Ursula Glage, Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, fest. Sie war ebenso wie Pastorin Vivian Reimann-Clausen und die DRK-Vorsitzende Saskia Dehl dabei, als im März erstmals Politiker, Flüchtlingshelfer und Verwaltungsmitarbeiter zusammen kamen, um zu besprechen, was für die schutzsuchenden Menschen koordiniert getan werden kann.

shz.de von
21. Mai 2015, 20:10 Uhr

Aus dem Treffen ging das Flüchtlingscafé im Gemeindezentrum Steinberge hervor, dass vornehmlich von Holmer und Heistmer Bürger getragen wird (die UeNa berichteten). Außerdem setzten die Amtspolitiker die Idee um, mit Wolfgang Aschert einen Koordinator für die Flüchtlingshilfe einzusetzen. Der ermutigte die Moorreger aktiv zu werden, denn damals war die zweitgrößte Gemeinde des Amtes Moorrege ein weitgehend weißer Fleck in Sachen Flüchtlingshilfe.

Während eines Treffens Anfang April wurden dann die Weichen für die Gemeinschaftsaktion gestellt. „Es geht uns darum, eine Willkommenskultur zu etablieren“, erklärt Vivian Reimann-Clausen. „Wir wollen professionell damit umgehen.“

Der Kirchengemeinderat hat eigens eine Arbeitsgruppe gebildet, um abzuklopfen, was möglich ist. Kirchenglieder sind bereits in der Arbeit mit den Asylsuchenden aktiv. So kümmert sich Ruth Stahl um eine Familie – übrigens genauso wie Stefanie Willmann, Vorsitzende des gemeindlichen Sozialausschusses. Die Unterstützung aus der Politik ist also sicher.

„Es ist gut, dass wir an einem Strang ziehen“, steht für Saskia Dehl fest. Sie hat während des jüngsten DRK-Kaffeenachmittags von der Initiative berichtet und spontan haben sich die Gäste bereit erklärt zu helfen.

Das Begegnungscafé soll nicht nur einer ersten Kontaktaufnahme zwischen Deutschen und Asylsuchenden dienen. „Wir müssen auch klären was wir leisten können“, so Ursula Glage. Die Initatorinnen hoffen, dass sich Menschen mit möglichst vielen verschiedenen Kenntnissen und Fähigkeiten finden. Um die Moorreger zu mobilisieren, wird derzeit ein Flyer ausgearbeitet, der demnächst verteilt werden soll.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert