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Politik : Moorrege: Uetersen sagt weiter Nein zum Supermarkt auf der Weide

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eigentlich ist mit dem „Nein“ aus Uetersen schon alles klar: Die Schafe auf der Schafweide an der Wedeler Chaussee sollen weiter weiden können, ein Supermarkt kann dort nicht gebaut werden.

Eigentlich! Denn der ablehnenden Haltung des Uetersener Stadtentwicklungs- und Bauausschusses folgte ein „Beschwerdebrief“ des Moorreger Bürgermeisters nach Kiel – mit der Bitte um Zustimmung zu den Investorenplänen. Die Antwort aus Kiel kam prompt: Wenn Uetersen zu einem 1200 Quadratmeter großen Markt Ja sagen kann, dann wird dieser von Landesseite auch genehmigt, sonst nicht.

Und Uetersen hatte sich im Bauausschuss auf 850 Quadratmeter festgelegt, gefordert waren vom Investor aus Elmshorn ursprünglich 1400 Quadratmeter. Den Supermarkt sollte ein hübsches Baugebiet „ummanteln“. Die Häuser dürfen weiterhin gebaut werden, doch nach Rücksprache der Uetersener Nachrichten mit den Fraktionen der Rosenstadt scheint festzustehen, dass größer als die erlaubten 850 Quadratmeter nicht gebaut werden darf - Nahversorgergröße eben. Denn: Die SPD bleibt bei ihrer Ansicht, dass 850 Quadratmeter groß genug sind. Fraktionschef Ingo Struve: „Wir werden unsere Haltung nicht verändern.“ Auch Hans-Dieter Witt, der Fraktionsvorsitzende der BfB, hat wissen lassen, dass es an der Position der Bürgerlichen nichts zu verändern gibt. Auch Witt sagt, dass eine Discountergröße ausreicht.

Ein Fragezeichen steht noch vor der Haltung der Liberalen. Fraktionsvorsitzender Rolf Maßow sagte, dass er das anberaumte Gespräch am Montag mit allen Beteiligten abwarten möchte. Die FDP wolle sich die Chance einer weiteren Zusammenarbeit mit Moorrege damit offen halten.

Eindeutig pro Supermarkt ist die CDU. Kai Feuerschütz sagte, dass die Politik so etwas nicht verhindern dürfe. Man müsse das dem Markt überlassen. „Wenn wir Moorreger wären, dann hätten auch wir den Bedarf, unsere Bürger zu versorgen. Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft“, so der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten. Die SPD hat vier Stimmen im Ausschuss, die BfB zwei. Die CDU verfügt über drei Stimmen und die FDP über eine. Der nächste Sitzungstermin ist der 24. November.

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erstellt am 03.Nov.2011 | 21:07 Uhr

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