Baugebiete : Moorrege boomt weiter

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Das Dorf soll weiter kräftig wachsen. Allerdings zielen die Beschlüsse, die während der jüngsten Sitzung der Moorreger Gemeindevertretung verabschiedet wurden, weniger auf die nahe als die fernere Zukunft.

shz.de von
24. Juni 2014, 21:23 Uhr

Dies gilt besonders für das größte der Gebiete, den Bebauungsplan 29. Für die Fläche westlich der Klinkerstraße zwischen der Kastanienallee und dem Neubaugebiet Op de Wisch wurde der Satzungsbeschluss gefasst. Elf bis zwölf Wohneinheiten wären dort möglich.

Das Areal gehört dem Abwasser-Zweckverband (azv) Südholstein. Der wollte dort Rückhalte- und Speicherbecken bauen. Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens hatten die Klärwerker ihre Bedenken gegen das Vorgehen der Gemeinde geäußert. Die Politiker machten von ihrer Planungshoheit Gebrauch und wogen die Einwände weg. Ob das Baugebiet von der Gemeinde oder einem privaten Investor erschlossen wird, steht noch nicht fest. Der Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Helmuth Kruse, regte an, dass man die Planungskosten im Auge behalten soll. Realisiert ein Investor das Baugebiet, muss er diese Ausgaben der Gemeinde übernehmen.

Erweitert wird das Bebauungsgebiet der „Schafweide“. Ein Grundstück an der Einfahrt von der Wedeler Chaussee zum Rewe-Markt stand bei der Aufstellung des B-Planes 27 nicht zur Verfügung. Die Fläche ist bereits bebaut. Der Aufstellungsbeschluss sieht die Errichtung eines zweigeschossigen Gebäudes vor, in dem eine Arztpraxis untergebracht werden könnte. Parken sollen die Patienten auf der Fläche vor dem Supermarkt.

Da es sich um eine Innenentwicklung und die Wiedernutzbarmachung einer Fläche handelt, wählten die Politiker das beschleunigte Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes Schafweide.

Bei den Planungen regte der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Mahnke an, die Nachbarschaft einzubinden. Kruse wollte wissen, ob ein Lärmschutzwall geplant sei. „Das steht noch nicht fest“, antwortete Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU).

Ein privates Baugebiet soll auf einer Fläche östlich des Heistmer Weges und westlich der Wedeler Chaussee ausgewiesen werden. Der B-Plan 21 umfasst 2,1 Hektar. Die Fläche wird bisher landwirtschaftlich genutzt. Wohn-, Misch- und Gewerbegebiet soll dort entstehen. Demnächst wird der Bebauungsplan „Heistmer Weg“ ausgelegt. Die Bürger bekommen dann die Möglichkeit, ihn einzusehen und gegebenenfalls Einwände zu formulieren.

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