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Uetersener Nachrichten

17. November 2017 | 20:37 Uhr

Moderne Dichter und Denker begeisterten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine lange Tradition hat der Poetry Slam in Hamburg, nun feierte diese besondere Dichter-Zusammenkunft auch in Tornesch Premiere.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2013 | 21:27 Uhr

Auf Einladung des Vereins Tornescher Allerlei (ToAll) und dem Moderatoren-Duo Sabrina Schauer und Armin Sengbusch waren elf Poetry Slammer aus Hamburg und Umgebung ins POMM 91 gekommen, um ihre kreativen Wortspiele vor mehr als 40 Zuschauern zu präsentieren. Verschiedenste Themen wurden in lyrische Form gebracht: Von Stadtmenschen wurde berichtet, plattdeutsche Texte vorgetragen, aber auch eine unkonventionelle Liebeserklärung an die eigene Mutter dargeboten.

Auf der offenen Liste hatten sich auch zwei Tornescherinnen gemeldet, um die Welt des Poetry Slams kennenzulernen. „Drei Mal bin ich an dem Schild vorbeigelaufen – da fiel der Entschluss mitzumachen und einmal meine Bühnenpräsenz zu testen“, erklärte Claudia Stoldt. Die Lehrerin an der Rosenstadt-Schule in Uetersen begeisterte das Publikum mit einem lebhaft vorgetragenen poetischen Text, der den eigenen Garten in ein Märchen verwandelte. „Ich arbeite an meinem eigenen Schulkonzept und wenn ich einmal nicht weiterweiß, schreibe ich Geschichten, um im Fluss zu bleiben“, so Claudia Stoldt. Schon seit Kindertagen verfasst Edeltraut Schubert regelmäßig Gedichte, denkt sich Geschichten aus und organisiert mittlerweile eine Gedichtswerkstatt für Senioren in Uetersen. „Dass dieser Poetry Slam eigentlich für junge Leute ist, habe ich erst vor Ort gemerkt. Da hatte ich doch ein bisschen Bedenken, so als einzige Omi“, meinte die Poetin. Ihre Zweifel waren völlig unbegründet, mit großem Applaus wurde ihre Premiere auf der Bühne im POMM 91 begleitet. In der Vorrunde wurden beide Lokalmatadorinnen so enorm beklatscht, dass die Entscheidung um die Finalplätze denkbar knapp war. Schließlich aber zogen die erfahrenen Poetry Slammer Mona Harry, Sven Kamin und Fabian Navarro ins Finale ein.

Letzterer wurde durch das Publikum zum Sieger des ersten ToAll Poetry Slams durch Applaus bestimmt. Mit seiner Geschichte über eine Kartoffel als Metapher für Hoffnung hatte er die Zuhörer gleichzeitig amüsiert und zum Nachdenken gebracht. „Das hat großen Spaß gemacht!“, so Edeltraut Schubert’s Resümee. Bei der Frage, ob sie im kommenden Jahr wieder mitmachen würde, muss die Rentnerin nicht lange überlegen: „Na klar bin ich wieder dabei!“

Über so eine deutliche Aussage freut sich besonders Hanfried Kimstädt, der den Poetry Slam nun in Tornesch etablieren möchte. „Merken Sie sich schon einmal den 24. Mai vor!“, verabschiedete der ToAll-Vorsitzende das Publikum. Dann gehört Poetry Slam auch zu den Kreiskulturwoche-Veranstaltungen in Tornesch.

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