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Besichtigungstermin : Mobile Unterkünfte sind bezugsbereit

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wir haben uns für diese Variante der Flüchtlingsunterbringung entschieden, um die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen und auch Menschen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind, die Sicherheit zu geben, dass ihnen nichts weggenommen wird“, sagte Rainer Jürgensen, Amtsdirektor des Amtes Moorrege. Auf seine Einladung haben sich Bürgermeister der Nachbargemeinden sowie eine Delegation vom Amt Rantzau mobile Unterkünfte für Flüchtlinge angesehen.

Seit Donnerstag stehen drei der ursprünglich als Feriendomizile geplanten und gebauten Häuser auf dem ehemaligen Baumschulgelände der Firma Maschmann am Heideweg in Heist. Inzwischen sind sie eingerichtet und angeschlossen. Ende der Woche werden die ersten Bewohner einziehen.

Bürgermeister Roland Krügel aus Tornesch und seine Kollegen Uwe Schölermann aus Haseldorf, Rolf Herrmann aus Haselau und Monika Riekhof aus Hetlingen sowie Amtsdirektor Heinz Brandt vom Amt Rantzau und sein Stellvertreter Reimer Offermann besichtigten Schlafräume, Aufenthaltsraum, Küchenzeile und Bad.

Die mobilen Häuser, die jetzt aufgestellt wurden, stammen von der Insel Ummanz und wurden bisher von Ostseeurlaubern genutzt. Sie sind in Holzständerbauweise errichtet, isoliert und mit Kunststoff verkleidet. Die 40 Quadratmeter großen Gebäude sind komplett ausgestattet mit Betten, Schränken, Dusche, Waschmaschine, Geschirr, Besteck und Töpfen. Sogar Bettdecken, Bettwäsche und Handtücher liegen bereit.

„Es ist kein Luxus, aber es ist nicht unwürdig hier zu leben“, sagte Vermieter Jürgen Pohl. Die in Heist aufgestellten Häuser sind baugleich mit den drei Häusern, die bereits in Heidgraben stehen.

Der Bau weiterer zehn Häuser ist vom Amt Moorrege in Auftrag gegeben worden, die Suche nach geeigneten Flächen läuft. Die Aufteilung der Neubauten wurde überarbeitet und auf den Bedarf zugeschnitten. Bis zu sechs Einzelzimmer und zwei Bäder sind auf 60 Quadratmeter untergebracht. Die Resonanz der Besucher reichte von „Klein, aber alles drin“ bis „Ganz schön teuer“. 380 Euro kostet die Unterbringung pro Monat und Person. Die Mietverträge wurden über sechs Jahre abgeschlossen. Nach Ablauf der Mietzeit könnte das Amt die Häuser günstig übernehmen.

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erstellt am 02.Feb.2016 | 19:32 Uhr

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