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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 11:41 Uhr

Leichtathletik : Mittendrin statt nur dabei

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das „Indoor-Meeting“ in der Karlsruher Europahalle ist seit vielen Jahren eine der bestbesetztesten Hallenveranstaltungen weltweit. 5000 Zuschauer sorgen für eine Gänsehaut-Atmosphäre: Vier Weltjahresbestleistungen und ein Weltrekord ließen das Leichtathletik-Herz in diesem Jahr höherschlagen.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2014 | 18:31 Uhr

Mitten in diesem Trubel durfte sich auch Alina Ammann beweisen: Auf Einladung des Bundestrainers Adi Zaar startete die 15-jährige Tornescherin in einem für die U23- und U20-Klassen konzipierten Renne über 800 Meter.

Als jüngste Teilnehmerin steigerte Ammann ihre Hallenbestleistung auf 2:11,45 Minuten und setzte sich damit an die Bundesspitze ihres Jahrgangs. „Es war eine völlig neue Wettkampferfahrung für Alina“, berichtete ihr Vater und Trainer Michael Ammann, der mit der Athletin nach einer fast zweiwöchigen Verletzungspause am Samstagmorgen mit dem ICE nach Karlsruhe fuhr. Nach der Ankunft in der Europahalle und der Begrüßung durch Zaar begann gleich die Vorbereitung: „Alina absolvierte ihr Aufwärmprogramm direkt neben Stars wie der Sprinterin Verena Sailer und dem Kugelstoßer David Storl“, berichtete Michael Ammann. „Sich so neben der Weltelite quasi auf Tuchfühlung aufzuwärmen, ist schon ein besonderes Gefühl“, schwärmte Alina Ammann.

Angefeuert von den Zuschauern, gingen die sechs Läuferinnen auf die Strecke. Ammann setzte sich gleich an die Spitze des Feldes, leistete in den ersten beiden Runden Führungsarbeit und lag genau in der Zeit, die sie mit Zaar und ihrem Vater besprochen hatte. In der dritten Runde fiel sie auf Rang drei zurück und so ging es auch in die vierte und letzte Runde. In einem packenden Endspurt gelang es der Tornescherin, sich den hervorragenden zweiten Platz zu erkämpfen. Den Lauf gewann Mareen Kalis (LG Paderborn), WM-Teilnehmerin 2013, in 2:08,73 Minuten. Mit der sehr guten Zeit von 2:11,45 Minuten kam Ammann ins Ziel, knapp vor der zweiten WM-Teilnehmerin Emma Stähr (Leipzig/2:11,52 Minuten).

„Die ersten 400 Meter vergingen rasend schnell und die Anweisungen von außen habe ich gar nicht gehört, so laut war es in der Halle. So schnell haben sich 800 Meter noch nie angefühlt“, sagte Alina Ammann. Überwältigt und beeindruckt von der Veranstaltung, ging es noch am Abend mit dem ICE wieder nachhause Nun freut sich Alina Ammann auf die deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften am Wochenende 15./16. Februar in Sindelfingen. Die Titelkämpfe können im Internet per Live-Stream verfolgt werden: Unter www.leichtathletik.de ist am Sonnabend ab 11.50 Uhr der Vorlauf und am Sonntag um 12 Uhr hoffentlich der Endlauf von Alina Ammann, die an jenem Sonntag ihren 16. Geburtstag feiert, live zu verfolgen.

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