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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 17:10 Uhr

Appell : Mittelstandssorgen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer jetzt nicht verantwortungsbewusst handelt, gefährdet die Zukunft der Stadt“, sagt Christian J. Fuchs, Vorsitzender der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung MIT in Wedel.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 21:46 Uhr

Fuchs, der auch dem Stadtrat angehört, fordert ein deutliches Signal für einen Kurswechsel in der Politik. Er sieht die am kommenden Donnerstag um 19 Uhr stattfindende Ratssitzung im Wedeler Rathaus als wegweisend für die weitere Entwicklung der Rolandstadt an. Steuerhöhungen, Sparpaket, Verkauf des städtischen Grundstücks am Kirchenstieg – die Entscheidungen, die getroffen werden müssten, seien von ungeheurer Bedeutung.

Besonders die steigenden Hebesätze bereiten ihm Sorgen. Schon 2012 seien diese angehoben worden, so Fuchs. Nun sollen Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer noch einmal auf 380 Punkte erhöht werden. „Damit ist das Ende der Fahnenstange erreicht“, betont der MIT-Vorsitzende. Die zunehmenden Belastungen mit immer mehr Abgaben schwächen nach seiner Auffassung den Mittelstand und damit das Rückgrat der Wirtschaft. So würden Arbeitsplätze gefährdet und die Attraktivität des Standorts Wedel nachhaltig beschädigt. Wenn höhere Steuern kommen, müsste sich der Rat zumindest verpflichten, die Ausgaben in allen Bereichen um 2,2 Prozent zu reduzieren und in den kommenden Jahren nicht mehr an den Stellschrauben Grund- und Gewerbesteuer zu drehen. „Wir müssen an die Struktur des Haushalts ran und dürfen nicht immer nur den bequemsten Weg gehen“, appelliert der MIT-Chef. Fuchs fordert außerdem ein klares Bekenntnis zum Verkauf der städtischen Flächen am Kirchstieg. Der Wedeler Unternehmer Joachim Rehder müsse den Zuschlag erhalten. Rehder war Zweitplatzierter im Bieter-Wettbewerb und will 1,6 Millionen Euro zahlen. Udo Möller bot zwar 1,8 Millionen Euro, will aber nachverhandeln. Das schließt der MIT-Vorsitzende aus. Zumal ohne die fest eingeplanten Einnahmen aus Grundstücksverkäufen der Etat in ein Millionen-Minus rutsche, dass beim besten Willen nicht mehr aufgefangen werden könnte. „Die Zeit für Diskussionen ist vorbei. Wir müssen handeln“, fordert Fuchs.

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