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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 22:28 Uhr

Vatertagstour : Mittags geht’s los

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer kennt sie nicht, die zu Fuß umherziehenden jungen Männer, meist einen Bollerwagen im Schlepp, auf dem die Alkoholvorräte transportiert werden. Für die DLRG-Ortsgruppe Elmshorn und natürlich auch alle anderen Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungswagen, Polizei und Wasserschutzpolizei bedeutet Christi Himmelfahrt, gemeinhin als Vatertag verballhornt, stets „volle Kraft voraus“. Denn anders als in den meisten anderen Regionen konzentrieren sich die Scharen von meist minderjährigen Jungs, die eine Vaterschaft allenfalls vom Hörensagen her kennen und aus Elmshorn, Glückstadt und anderen Orten der Umgebung kommen auf Kollmar. Denn dort befindet sich ein beliebter Treffpunkt am Wasser, an dem sich alles konzentriert.

Die ehrenamtlichen Helfer der DLRG sind sogenannte „First Responder“, im Grunde also Einsatzkräfte, die sich um behandlungs- oder betreuungsbedürftige Personen kümmern, bevor ein Rettungswagen aus Glück-stadt oder Elmshorn vor Ort sein kann. Ganz abgesehen davon, dass eine interne Statistik der DLRG gezeigt hat, dass die Mehrheit der Versorgten unter 16 Jahren sind, dürften darunter außerdem viele Väter wohl eher nicht sein. Dafür aber durchaus gewaltbereite Straftäter: Die Polizei ist jedes Jahr mit einer Hundertschaft vor Ort, weil es in der Vergangenheit vermehrt zu gefährlichen Körperverletzungen gekommen ist, bei denen auch Messer eingesetzt wurden. Björn Leuschner (Foto), Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei der DLRG Elmshorn: „Man muss bedenken, dass die Feiernden ja oft schon mittags mit dem Trinken anfangen. Bereits nachmittags gegen 15 Uhr sind unsere Notfallzelte voll; die letzten Betrunkenen finden wir nach Einbruch der Dunkelheit in den Gebüschen. Hochgefährlich, denn die Flut kommt bestimmt.“

Und so appelliert Leuschner auch dieses Jahr an die Jugendlichen, es nicht zu übertreiben und vielleicht ein Weizen weniger zu trinken, als geplant. Denn überall kann auch die DLRG nicht sein und kostenlos Leben retten.

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erstellt am 27.Mai.2014 | 21:29 Uhr

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