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Pensionierungen : Mit viel Herz pädagogisch gewirkt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach 37-jähriger Zeit als Lehrer und Schulleiter, davon sieben Jahre als Rektor an der Geschwister-Scholl-Schule, ist Arno Winker jetzt in den Ruhestand verabschiedet worden. Und das im Beisein der gesamten Schülerschaft. Zur Überraschungsveranstaltung war in die Sporthalle an der Birkenallee eingeladen worden. Mehr als 200 Gäste sahen dort eine Zirkusvorstellung, bei der die Schüler die Artisten bildeten. Arno Winker durfte auf einem weichen Sofa Platz nehmen, alle anderen begnügten sich mit dem normalen Gestühl.

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erstellt am 23.Jun.2013 | 21:25 Uhr

Unter den Gästen waren Bürgermeisterin Andrea Hansen, Schulrat Dirk Janssen, die Leiter des LMG und der Rosenstadtschule, Alexej Stroh und Wolfgang Balasus, sowie Bauchredner Harald Poker, der zudem als Moderator und Zirkusdirektor fungierte. Engagiert worden war der aus Lingen Stammende von Schulsekretärin Eva Stahl. Winker ahnte vielleicht etwas, doch das, was auf ihn zukommen sollte, hatte er sich sicherlich nicht erträumt. Es wurde eine bunte Stunde voller Akrobatik, Jonglage und Clownerie. Hunde traten auf, und zum Schluss der Bauchredner selbst, der Schnuff, seinen kleinen Stoffhund, mitgebracht hatte.

Erst im Anschluss an diese bemerkenswerte, abwechslungsreiche Show war es dem Schulrat möglich, Winker die Entlassungsurkunde aus dem aktiven Schuldienst zu übergeben.

Ein solches Papier gab es auch für Monika Schätzle, Konrektorin an der Friedrich-Ebert-Grundschule (FES). Denn auch sie ging zum Ende des Schuljahres in Pension. 1987 kam Monika Schätzle an die Schule, nur zwei Jahre später wurde sie mit den Leitungsaufgaben betraut, die sie bis zuletzt ausübte. Mehr noch: Monika Schätzle baute den Schulchor auf und leitete ihn bis zuletzt. Viele erfolgreiche Aufführungen auch außerhalb der Rosenstadt kennzeichneten den Werdegang dieser singenden Schulgemeinschaft. Natürlich wurde auch sie überrascht. Ihre letzte Deutsch-Klasse führte das Stück Prinzessin auf der Erbse auf. Auch der Chor verabschiedete sich stimmgewaltig von ihr.

An der Rosenstadtschule wurde viermal Abschied gefeiert. Zum einen gingen zwei Lehrer in den Ruhestand: Bettina Buhsemann und Manfred Arendt. Diese beiden „Vollblutpädagogen“, so Schulleiter Wolfgang Balasus, hätte er gerne an der Schule gehalten, doch könne er auch verstehen, dass der Ruhestand verlockend ist. „Das besondere an Bettina Buhsemann ist gewesen, dass sie stets den Menschen im Schüler gesehen hat. Bei ihr spielten die beiden Pole Respekt und Vertrauen eine große Rolle. Kein Wunder also, dass sie von den Schülern als Persönlichkeit akzeptiert wurde“, so Balasus würdigend.

Manfred Arendt sei ebenfalls ein ganz bemerkenswerter Pädagoge. „Ihn zeichnet sein großes Herz aus. Manfred Arendt ist mit allen Schülern zurecht gekommen. Er sah das Gute im Schüler“, sagte der Schulleiter. Eine Schule stehe und falle mit den Lehrern. Die Rosenstadtschule sei mit ausgezeichnetem pädagogischen Personal gesegnet, so Balasus weiter.

Die beiden Ausscheidenden ihrerseits sagten, dass es unter einer solchen Schulleitung Spaß mache, zu arbeiten. Es sei erfreulich gewesen, hier wirken zu dürfen. „Man kommt gerne hier her“, so Arendt.

Weiter musste sich die Rosenstadtschule von zwei vierten Klassen verabschieden. Zum letzten Mal. Denn die Grundschule läuft in diesem Monat aus. Der Politik sei der Schritt schwer gefallen, aber man habe sich von einer Grundschule trennen müssen, erinnerte Bürgermeisterin Andrea Hansen an die Entscheidung vor vier Jahren. Die würdige Verabschiedung mit Aufführungen der Kinder fand in der Aula statt.

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