Neuer Schulleiter : Mit Spaß lernt man besser

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Es war schon eine bewusste Entscheidung zugunsten Appens, die Martin Scharnweber im vergangenen Jahr getroffen hat und sich auf die Stelle des Rektors an der Grundschule zu bewerben. Groß geworden ist er „die Straße runter“ in Pinneberg. Mit 200 Kindern charakterisiert der 39-Jährige die Bildungseinrichtung als „nicht zu groß, nicht zu klein“. Er schätzt die dörflichen Strukturen in Appen, die Kollegen leisteten „tolle Arbeit“ und Lob gibt es auch für die Elternschaft.

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13. Januar 2015, 21:42 Uhr

Einstimmig hatte sich der Schulleiterwahlausschuss im September für Martin Scharnweber als Nachfolger für den in den Ruhestand gegangenen Bernd von Tiesenhausen ausgesprochen. Im Dezember hat er seinen Dienst angetreten.

Dass er organisieren und Leitungsfunktionen übernehmen kann, hat Martin Scharnweber bereits als Jugendlicher unter Beweis gestellt. 25 Jahre engagierte er sich in der Fußballsparte des SC Pinneberg als Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Spartenleiter. Mutter und Vater waren engagierte Lehrer und der gebürtige Hamburger folgte ihnen. Nach dem Studium der Mathematik und Sportwissenschaften ging es als Grundschullehrer in Rellingen los. Gab es anfangs keine Karrierepläne, so entwickelte sich bald das Interesse an Leitungsposten. Über die kommissarische Schulleitung in Ellerhoop und die Stelle eines Konrektors in Quickborn kam Martin Scharnweber nach Appen.

Er sieht sich selbst als „Teamplayer“, will „nicht der Bestimmer“ sein. Vieles funktioniere in der Schule gut. Er werde wohl nur Kleinigkeiten verändern. Damit will sich der Pädagoge jedoch Zeit lassen, erst einmal beobachten und die Meinung der Kollegen hören. Im Bereich der Inklusion müsste etwas getan werden, so Scharnweber. Zusätzliche Angebote sind geplant. So wird wohl in Zukunft das Schachspiel eine größere Rolle spielen. Bis zu den Schleswig-Holsteinischen Landesmeisterschaften brachte es der vielseitige Mann.

Neben dem königlichen Spiel nennt er das Chorsingen und Fußball als Hobbys. Die müssen derzeit allerdings zeitbedingt hinten an stehen, sollen jedoch baldmöglichst wieder aufgenommen werden. Scharnweber ist verheirat und hat zwei Töchter, denen er viel Zeit einräumt, etwa wenn es nachmittags mit der Großen zum Schwimmen geht. Seine Frau, eine Saunameisterin, brachte einen Sohn mit in die Ehe.

„Mit Spaß lernt man besser“, ist für den Lehrer ein zentraler Satz. Den Kindern zugeneigt sein und ihnen Respekt zeigen, ist für ihn genauso wichtig wie das Setzen von Grenzen.

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