zur Navigation springen

Närrische Nacht : Mit „Moorrege Ahoi“ in die drei tollen Tage

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auch in diesem Jahr haben die Moorreger Karnevalisten eindrucksvoll bewiesen, dass der Karneval kein rheinländisches Phänomen ist; auch im Norden sind die Jecken und Narren zu Hause. Ausgelassen feierten Mitglieder und Freunde in der Mehrzweckhalle „An’n Himmelsbarg“ die „Närrische Nacht 2016“ und damit den Auftakt in die traditionellen „Drei tollen Tage“.

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2016 | 17:47 Uhr

Julian Kabel, Präsident der Moorreger Karnevalisten, moderierte den kurzweiligen Abend gewohnt souverän und kündigte bis Mitternacht ein Highlight nach dem anderen an. Unter dem Motto „Mit Saus und Braus in die neue Session, denn Aschermittwoch ist am 10. Februar schon. Doch Aschermittwoch ist nicht alle Tage. Wir kommen wieder - keine Frage“, begrüßte er die Festgäste.

Sie hatten sich gut auf den Abend vorbereitet und waren in den ausgefallensten Kostümen erschienen. Unter ihnen feierte unerkannt Amtsdirektor Rainer Jürgensen. Als Gorilla verkleidet verbrachte er zusammen mit seiner Frau Kerstin, die sich in die grünhäutige Oger-Frau Fiona aus dem Film „Shrek“ verwandelt hatte, einen vergnüglichen Abend am Tisch von Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg, seinem Heistmer Amtskollegen Jürgen Neumann, Uetersens Bürgervorsteher Adolf Bergmann und Oberst Klaus Christian Kuhle, ehemaliger Kommandeur der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Appen.

Das Schlagen einer Schiffsglocke, das gemeinsame Singen des „Moorreger Liedes“ und ein dreifaches „Moorrege Ahoi“ war der Einstieg ins Programm. Schon der Einmarsch mit Zeremonienmeisterin Lara Banas, dem Prinzenpaar Jochen und Bärbel Gröschke, den Ehrensenatoren Ewald Körner, Kurt-Uwe Heidecke und Roland Marcks, der Roten und der Blauen Garde, Tanzmariechen und Hostessen war eine toll inszenierte Show.

Von der ersten Minute an war die Stimmung in der Halle bombig. Der Aufforderung von Dieter Norton, dem live singenden Hofsänger der Moorreger Karnevalisten, mitzuschunkeln, kamen die Gäste bereitwillig nach. Die Stimmung erreichte mit dem Auftritt von Stargast Timmy, dem singenden Kinderarzt, ihren ersten Höhepunkt. Mit seiner Rockstimme und Hits von Elvis und Marius Müller-Westernhagen sorgte der Entertainer für eine volle Tanzfläche.

Mit begeistertem Applaus bedacht wurden die Auftritte der Weißen, Blauen und Roten Garden und der Tanzmariechen Sina-Marie Schmidt, Michelle Balzer, Tina Stumpenhagen und Sina-Michelle Kiehn.

Auch die Sketche kamen an. Teilweise bogen sich die Zuschauer vor Lachen. À la „Charleys Tante“ legten Andreas Fricke und Dieter Norton einen schönen Striptease hin. Sein Debüt als Schauspieler feierte Detlev Brüggemann, Verwaltungschef des Amtes Pinnau, mit dem Sketch mit dem vielsagenden Titel „WC“.

In der Bütt glänzte Prinzessin Bärbel Gröschke. Sie nahm humorvoll die Präsentationspflichten des Prinzenpaares aufs Korn. Krönender Abschluss des Abends war der Auftritt des Männerballetts. Nach dem Ende des Programms legte DJ Stumpy auf. Bis spät in die Nacht wurde weitergefeiert.

Orden für engagierte Karnevalisten

Während der „Närrischen Nacht“ stellte sich das Prinzenpaar Jochen und Bärbel Gröschke dem Publikum vor – „op Platt“ und auf Hochdeutsch. Die beiden Moorreger Urgesteine des Karnevals bekleiden den Präsentationsposten bereits zum zweiten Mal. Sie werden mit dem Beinamen das „Holsteiner Prinzenpaar“ in die Vereinsgeschichte eingehen. Gemeinsam vergaben sie Orden für tatkräftige Unterstützung. Sie gingen an Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg, Horst Ermeling, Wolfgang Hyza, Hans-Jürgen Gebhardt und Tochter Claudia Gröschke. Jan Grage, Vizepräsident des Norddeutschen Karneval-Verbands, verlieh Ines Gehrke mit den Worten „Du hast alles erreicht, was man in diesem Verein im Bereich Tanz erreichen kann“ den NKV-Verdienstorden in Gold. Joachim Henningsen, dem der Orden „Wider den Ärger“ im vergangenen Jahr verliehen wurde, kam die Ehre zu, seine Nachfolgerin auszuzeichnen. Der Orden ging an Beate Marcks. „Sie hat sich rege wie ein Wellensittich auf der heißen Herdplatte“ in vielerlei Hinsicht in die Vereinsarbeit der Karnevalisten eingebracht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert