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Präventionskonzept : Mit Lust in die Zukunft - Sex, Liebe und Babypuppen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit drei Jahren werden im Kreis Pinneberg im Rahmen des Präventionskonzeptes Projekte im Bereich der sexualpädagogischen Prävention durchgeführt. In diesem Zeitraum konnten zahlreiche junge Menschen und deren Bezugspersonen in Schulen und Kindertagesstätten mit den verschiedenen Maßnahmen erreicht werden.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2012 | 21:21 Uhr

Mit dem Konzept „Mit Lust in die Zukunft - ganz sicher“ wenden sich die Träger an Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis achtzehn Jahren sowie an deren Eltern, Erzieher und Lehrkräfte. „Sexualität ist in jeder Entwicklungsstufe mit unterschiedlichen Schwerpunkten Thema. Das Angebot stärkt Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu einem verantwortlichen und freudvollen Umgang mit dem eigenen Körper, den eigenen Emotionen und der eigenen Sexualität“, erläutert Silvia Stolze aus dem Fachdienst Jugend und Bildung beim Kreis Pinneberg das Angebot. „Neben der einfühlsamen und fachkundigen Wissensvermittlung gehören die Themen Freundschaft, Liebe, Partnerschaft sowie die Entwicklung sozialer und gesundheitsfördernder Verhal-tensweisen, die HIV- und AIDS-Prävention, eine bewusste Familien- und Lebens-planung sowie die Vermeidung ungeplanter Schwangerschaften im Teenageralter zu den Schwerpunkten“, so Stolze weiter.

Das Grundangebot der sexualpädagogischen Prävention stellen die AWO Schles-wig-Holstein gGmbH und die Diakonie Rantzau-Münsterdorf sicher. Der Frauentreff Elmshorn und der Sozialdienst katholischer Frauen bieten kreisweit das Projekt „Elternschaft auf Probe“ unter Einsatz von Babypuppen ab der achten Klasse an. Seit 2009 bis heute wurden im gesamten Kreis Pinneberg insgesamt 226 Präventionsprojekte angeboten, davon richteten sich 209 direkt an die Kinder und Jugendlichen. Der Kreis Pinneberg stellt für das Gesamtangebot der sexualpädagogischen Prävention jährlich 110000 Euro zur Verfügung.

Neben der sexualpädagogischen Prävention gehört auch die Aufklärung über sexuellen Missbrauch und Grenzverletzungen in die Präventionslandschaft des Kreises Pinneberg. Diese richtet sich ebenfalls an Kinder, Jugendliche, Eltern und weitere Multiplikatoren in Kindertagesstätten und Schulen. Ziel ist es, zu verhindern, dass Mädchen und Jungen Opfer von sexuellen Grenzverletzungen und Missbrauch werden.

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