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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 03:06 Uhr

Fußball : Mit Glück an die Spitze

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle war am Sonntag das Gastspiel der 1. Herren des Hetlinger MTV beim TuS Germania Schnelsen II. Immer, wenn die Zuschauer dachten, die Partie würde zugunsten eines der Teams kippen, gelang der anderen Mannschaft ein Tor. Am Ende gewannen die Hetlinger mit 4:3 und eroberten erstmals die Tabellenführung in der Kreisliga 8, in der sie als einziges Team auch ihr fünftes Saisonspiel gewannen. Trotzdem gab HMTV-Trainer Jonas Hübner zu: „Ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder weinen soll ‒ der Sieg war sehr glücklich!“

Mit Unbehagen sah Hübner, dass die Germania-Reserve „der bisher stärkste Gegner war, den wir in dieser Liga hatten“. Während die Heim-Elf „richtig guten Fußball spielte und gallig war“ (Hübner), fanden die Gäste in der ersten halben Stunde quasi gar nicht in die Partie. Auch danach spielten sie ihre Pässe immer wieder einen Tick zu lang, was wohl auch daran lag, dass der Ball auf dem für die Hetlinger ohnehin ungewohnten Kunstrasenplatz durch den Regen noch schneller wurde.

„Fußballerisch hat bei uns nicht allzu viel geklappt“, gestand Hübner und nannte die 2:0-Führung der Hausherren „vollkommen verdient“. Das Zustandekommen der Gegentore war aus HMTV-Sicht jedoch höchst ärgerlich: Einen von Fabian Ecke verwirkten Foulelfmeter nutzte Philip Peemöller zum 1:0 (13.) und als alle Hetlinger nach einem vom Gegner kurz ausgeführten Eckstoß bei der folgenden Flanke nur zuschauten, gelang Keven Herrmann das 2:0 (34.). Danach steigerten sich die Gäste allerdings und erzielten vor der Pause noch den wichtigen Anschlusstreffer: Nach einem langen Pass kam Jesse Plüschau im Getümmel an den Ball und schoss aus der Drehung trocken aus 20 Metern an den rechten Innenpfosten, von wo aus die Kugel zum 2:1 ins Netz sprang (39.).

In der zweiten Hälfte fanden die Gäste zunächst besser ins Spiel: „Wir haben endlich mehr Zweikämpfe gewonnen“, so Hübner, der speziell den eingewechselten Jan Wenzel lobte. Philipp Drews egalisierte nach einem herrlichen Spielzug, den er selbst eingeleitet hatte, zum 2:2 (53.). Zwar gewannen danach die Schnelsener wieder die Oberhand, doch Jesse Plüschau jagte den Ball aus 25 Metern in den Winkel ‒ ein Traumtor (2:3/67.)! Daraufhin drückten die Germanen auf den Ausgleich, der Herrmann nach einem Einwurf auch gelang (3:3/76.). „Wir wären froh gewesen, den einen Punkt mitzunehmen“, gab Hübner zu. Dass es dann sogar drei Zähler wurden, lag daran, dass die Schnelsener einen langen Hetlinger Pass nicht richtig klärten: Jesse Plüschau nahm dem Germania-Verteidiger den Ball ab, wurde dann gefoult und verwandelte den fälligen Strafstoß selbst sicher zum 3:4-Endstand (89.).

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erstellt am 31.Aug.2015 | 21:20 Uhr

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