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Viel Einigkeit : „Mit Geld kann man das nicht heilen“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit einer Trauerminute für den in der vergangenen Woche verstorbenen Alt-Bürgermeister Bernhard Siemonsen begann gestern die Sitzung der Gemeindevertretung in Heist. Sie verlief gewohnt harmonisch und einstimmig in allen Abstimmungen.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2015 | 21:55 Uhr

Ein brennendes Thema in den Medien ist zurzeit die Flüchtlingsproblematik. Auch Heist beschäftigt sich damit. Derzeit gibt es 228 Flüchtlinge im gesamten Amtsbereich Moorrege, 300 bis 400 (nach Schätzungen von vor 14 Tagen) kommen noch auf die Gemeinde zu. Dies würde für Heist einen Anstieg von derzeit 18 auf ca. 30 Personen bedeuten. Die Unterbringung ist Sache des Amtes Moorrege. Sie hat 32 Wohnungen angemietet. Leerstand gibt es in Heist quasi nicht. Ein einziges Haus steht seit mehr als zehn Jahren leer, der Kontakt mit dem Eigentümer wurde bereits aufgenommen. Einige Ehrenamtliche engagieren sich in der Betreuung und Integrationshilfe der Menschen. „Vielen Dank an die Bürger, die das machen“, sagte Bürgermeister Neumann. „Mit Geld allein kann man diese Probleme nicht heilen.“ Ehrenamtliche sind unverzichtbar. Sie werden zurzeit vom nebenberuflich tätigen Flüchtlingsbeauftragten Wolfgang Aschert betreut. Das Amt Moorrege will laut Bürgermeister Neumann zukünftig eine zusätzliche Stelle in diesem Bereich schaffen. Neben Berichten zum Haus- halt stand die blindengerechte Umrüstung der Bedarfsampel Großer Ring auf dem Plan. Einstimmig wurde beschlossen, zunächst die Kostenermittlung und die Prüfung der Zuständigkeit von Bund, Land oder Gemeinde vorzunehmen. Eine in der Gemeinde Heist durchgeführte Umfrage bei allen Einwohnern, die älter als 60 Jahre sind, ergab: Von 106 Befragten gaben 78 an, Interesse an seniorengerechtem Wohnraum zu haben. Erfahrungen zeigen, dass bis zur Umsetzung eines Umzuges noch einige Zeit vergeht. Daraus ergibt sich, dass die Gemeinde in den nächsten sieben Jahren Bedarf für etwa 15 seniorengerechte Wohneinheiten sieht. Zum Thema Einführung einer Nachtbuslinie wurde ein Probejahr und ein Zuschuss der Gemeinde Heist von 3000 Euro beschlossen. Bei der Beteiligung aller sieben Gemeinden wäre damit die Einführung einer Nachtbuslinie von Wedel nach Heist für ein Jahr gesichert. Entstanden war die Initiative aus einem Schulprojekt, in dem 850 Unterschriften gesammelt wurden, damit zusätzliche Fahrten der Linie 589 geschaffen werden. Nun könnte ein Nachtbus mit Abfahrten von z. B. 1.30 Uhr und 3 Uhr eingesetzt werden. Dies wäre ein klarer Pluspunkt für Heist.

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