Windpark Uetersen : Mit den Nachbarn sprechen

Es wird immer konkreter. Schon bald könnte die Politik gefordert werden. Berichtet wird von einem „starken“ E-Mail-Verkehr aller Beteiligten am Diskussionsprozess um die Zukunft des Uetersener Windparks. Was aber sagen die Gremien der Stadtwerke? Als Erste äußerte sich gestern Sabine Lankau. Sie ist Vorsitzende des Aufsichtsrates.

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23. Juli 2012, 20:51 Uhr

Dass Planet Energy urplötzlich aufgetaucht und den Kommanditisten (Eigentümern) des Windparks ein Angebot unterbreitet habe, sei für sie schon überraschend gewesen, so die Aufsichtsratschefin. „Es wäre schöner für Uetersen, wenn wir den Strom aus dem Windpark bekommen könnten, weil wir dann unabhängiger sind.“ Für Sabine Lankau steht fest: „Wir haben den Windpark vor der Tür, daher sollten wir ihn nutzten.“

Wenn das so ist, kann Uetersen den Windpark in Zukunft nicht alleine betreiben? „Man muss realistisch sein. Auch wenn wir den Partner Elmshorn haben, halte ich es nicht für schlecht, wenn wir eine Möglichkeit finden, es gemeinsam mit Planet Energy und Hamburg Energie zu realisieren“, so Sabine Lankau, die zudem deutlich macht, dass bei einem Scheitern des ins Auge gefassten Dreierbündnisses gemeinsam mit Hamburg Energie gegenüber den Kommanditisten ein gleichlautendes Angebot abgegeben werden sollte. Sabine Lankau ist neben all diesen kaufmännischen Überlegungen eines ganz besonders wichtig: dass die Nachbargemeinden mitgenommen werden. „Wir müssen diese Kommunen mit ins Boot nehmen. Sie müssen von vornherein über alles informiert werden.

Letztlich muss die Politik entscheiden, ob sie ein Repowering im Bereich der genehmigten Fläche zulassen also die Höhenbegrenzung von 100 Metern aufheben will.

Von Planet Energy erwartet Sabine Lankau kurzfristig ein Signal, dass Uetersen von Anfang an im Boot ist. Danach müssten ganz schnell Entscheidungen in den zuständigen Gremien erzielt werden. Sabine Lankau rechnet damit, dass es im September diesbezüglich zur Sache gehen wird.

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