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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 01:09 Uhr

Interview : Mit den Menschen in engem Kontakt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In unregelmäßiger Folge stellen die Bürgermeister der Umgebung im Rahmen eines Interviews ihre Ziele und Wünsche für die Zukunft ihrer Gemeinde vor. „Man steht mit den Menschen in engem Kontakt“, sagt Hans-Joachim Banaschak. Das ist es, was dem Appener Bürgermeister an seinem Ehrenamt gefällt. Seit Mai 2010 ist der gebürtige Niedersachse Chef der knapp 5000 Einwohner zählenden Gemeinde. Die Aufgaben kommen denen seiner beruflichen Tätigkeit sehr nahe.

shz.de von
erstellt am 24.Nov.2015 | 21:26 Uhr

Der Familienmensch mit Sinn für die Natur arbeitete nach seiner Zeit als Berufssoldat bis zu seiner Pensionierung im Frühjahr als Verwaltungsangestellter. Dadurch darf er Trauungen vornehmen. Der 64-Jährige wirkte zunächst als bürgerliches Mitglied im Appener Gemeinderat mit und fand schließlich in der CDU seine politische Heimat. Er war zuvor Bauausschussvorsitzender, zehn Jahre lang CDU-Ortsverbandsvorsitzender und stellvertretender Bürgermeister.

UeNa: Welche Themen liegen aktuell in Appen an?

Hans-Joachim Banaschak: Die Erweiterung des Gewerbegebiets liegt an. Da sind wir schwer am Arbeiten. Die Erschließung läuft. Bis auf zwei Grundstücke sind alle Flächen vergeben. Es gibt genügend Bewerber. Bei der Vergabe waren sich alle Fraktionen einig. Mit der Anbindung an die Westumgehung von Pinneberg liegt das 2,6 Hektar große Gelände optimal. Außerdem arbeiten wir an der Ausweisung eines weiteren Baugebietes. Das sind zwei große Projekte. Wir haben nicht viel Luft nach oben. Für einen ausgeglichenen Haushalt müssen wir 2016 auf Rücklagen zurückgreifen. Das sind Auswirkungen der Volkszählung Zensus. Demnach haben wir 800 Einwohner weniger als angenommen.

UeNa: Die neue Förderperiode der AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest ist angelaufen. Plant Appen einen Antrag zu stellen?

Banaschak: Aktuell haben wir keinen Antrag gestellt. Eventuell stellen wir einen Antrag auf Förderung für den Ausbau des Radwegs zwischen Appen und Holm.

UeNa: Wie ist die derzeitige Situation von Flüchtlingen in der Gemeinde?

Banaschak: Wir bekommen die Flüchtlinge vom Amt Moorrege zugewiesen. Aktuell leben etwa 25 Flüchtlinge in Appen. Alle konnten dezentral untergebracht werden. Probleme gab es bisher nicht.

Es gibt ein Sprachcafé und ein Flüchtlingscafé. Es läuft dank ehrenamtlicher Helfer gut. Die Betreuung organisiert weitgehend der DRK-Ortsverein. Auch der Sprachunterricht ist organisiert. Deutsch als Zweitsprache-Kurse werden über die VHS-Pinneberg angeboten. Die Gemeinde trägt die Kosten.

UeNa: Wo soll die Gemeinde Appen in fünf bis zehn Jahren stehen?

Banaschak: Appen soll sich auf keinen Fall zu einer Schlafgemeinde entwickeln, sondern weiter ein aktiver Ort bleiben, der seinen Bürgern ein autarkes Leben bietet – mit Apotheke, Ärzten und Nahversorger. Die Gemeinde soll sich entwickeln – natürlich alles Hand in Hand, damit die Infrastruktur nicht überlastet wird. Ein Traum bleibt wohl eine Ortsumgehung.

UeNa: Wo ist Ihr persönlicher Lieblingsplatz in Appen?

Banaschak: Ich bin sehr gern im Tävsmoor. Wir sind viel mit dem Rad in der Gegend unterwegs, unternehmen Radtouren rund um den Schäferhof. Auch die andere Seite – Unterglinde – ist schön. Es gibt viele Möglichkeiten. Appen ist rund 20,5 Quadratkilometer groß.

UeNa: Was macht den Charme, die Besonderheit von Appen aus?

Banaschak: Unsere Kinder können sich hier frei bewegen. Sie kriegen mit, was Natur ist. Das macht Appen aus.

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