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Ausstellung im POMM 91 : Mit Blick für den besonderen Effekt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bereits mit seinen Südafrika-Fotografien hatte Peter Pox bei einer Ausstellung im Foyer der Begegnungsstätte POMM 91 für Bewunderung seines „Blickes durch die Kameralinse“ gesorgt. Nun ist der Hobbyfotograf mit einer Bilderpräsentation vertreten, die noch mehr in Staunen versetzt, ob der Professionalität, der fotokünstlerischen Experimentierfreude und des Blicks für besondere Effekte und Momente.

Peter Pox, den viele Tornescher auch als engagierten Vorsitzenden des Kirchengemeinderates und als Sänger des Gospelchores „Black and Blue“ kennen, hat seiner Ausstellung den Titel „Von real bis skurril“ gegeben. Und so stößt der Betrachter auf Fotografien, auf denen er sofort die Inhalte der Schwarz-Weiß oder Farbaufnahmen erkennt, aber eben auch auf Fotos, bei denen es sich nur um einen Ausschnitt der eigentlichen Aufnahme handelt. Und diese Aufnahmen erscheinen auf den ersten Blick skurril und sind doch real. Wie zum Beispiel die Indian Summer-Wasserspiegelung im Ellerhooper Arboretum, der „Eisvogel“ im zugefrorenen Gartenteich oder die „Lampenschirme“.

Zum genauen Hinschauen und Überlegen, ob es sich eigentlich um Fotografien handelt, regen auch die Aufnahmen „Lebenssaft“ (frisch gepresster Traubensaft in einem Glas), „Tautropfen“ oder „Scheingold“ (Flamme einer Öllampe) an. „Ich versuche, mit der Kamera zu ,malen’, zu abstrahieren und aus Fotos Ausschnitte so zu extrahieren, dass der eigentliche Ursprung des Fotos verschwimmt“, erklärt Peter Pox. Und das gelingt dem 70-Jährigen äußerst professionell. Denn auf weitgehende Bearbeitung seiner digitalen Aufnahmen verzichtet der Hobbyfotograf.

Die 24 Fotografien, die er im Format 30 mal 45 Zentimeter auf Hartschaumplatten ohne Rahmen geklebt hat, sind in den vergangenen zwei bis drei Jahren entstanden und zwar auf Südafrika-Reisen, Ausflügen in die nähere Umgebung oder zuhause und zwar immer mit dem Blick für den besonderen Effekt und der Gabe, sich von Inspirationen leiten zu lassen. Und so wird der Blick aus einem Fenster des Ratzeburger Doms zu einem „Lichtblick“ und das Treibholz an der Pazifikküste zu einem bizarren Gebilde.

Ganz bewusst hat Peter Pox darauf verzichtet, die Bilder zu rahmen. „Die Fotoaufnahmen sind dadurch offen, gehen irgendwie weiter“, macht der Hobbyfotograf sein Anliegen deutlich. In einer Vitrine im POMM 91-Foyer hat seine Frau Käte historische Foto-Aufnahmen und Alben aus dem Familienbesitz ausgestellt und in einer anderen Vitrine zeigt der ToAll-Vorsitzende Hanfried Kimstädt Teile seiner Kamera-Sammlung quer durch die Geschichte der Fotografie.

Die Aufnahmen und Kameras sind bis kurz vor Ostern zu den Öffnungszeiten des POMM 91 zu bewundern.

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erstellt am 12.Feb.2014 | 20:17 Uhr

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