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Bahnanbindung : Mit Beharrlichkeit zu mehr Zughalten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 hat die Nordbahn weitere Fahrten in den Fahrplan aufgenommen. Dass Tornesch jeweils sechs zusätzliche Halte in Richtung Hamburg Altona und Hauptbahnhof sowie zurück erhalten hat, ist zum großen Teil der Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ zu verdanken.

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erstellt am 06.Jan.2016 | 20:17 Uhr

Die Mitglieder der von Gisela Hüllmann im Spätsommer 2014 ins Leben gerufenen Initiative sind zufrieden mit dem Ergebnis ihres Wirkens. „Wir haben mit Beharrlichkeit, aber stets höflich und fair, die Interessen der Bahnnutzer gegenüber Entscheidungsträgern bei der Bahn und im Land vertreten, und freuen uns über die erreichte bessere Anbindung des Tornescher Bahnhofs“, sagt Gisela Hüllmann. Sie und mehrere ihrer Mitstreiter waren am ersten Tag des neuen Fahrplans am Bahnhof, um den ersten Einsatz des „Tornesch-Zuges“ mitzuerleben und den Pendlern Kaffee und Kuchen zu spendieren. Der scherzhaft „Hüllmann-Express“ genannte Zug ist eine in Tornesch um 7.20 Uhr zum Hamburger Hauptbahnhof startende Nordbahn, die auch am späten Nachmittag vom Hauptbahnhof nur bis Tornesch fährt, um den Pendlerströmen gerecht zu werden und Züge Richtung Elmshorn und Itzehoe zu entlasten. „Viele Tornescher Pendler haben uns auf dem Bahnsteig begrüßt und uns gedankt. Pendler, die nicht darauf geachtet hatten, dass der Zug um 17.25 Uhr in Tornesch endet, waren jedoch ein bisschen sauer“, berichtet Gisela Hüllmann. Aber lange müssen Pendler, die den 17.02 Uhr-Zug am Hauptbahnhof nehmen und in Tornesch 17.25 Uhr aussteigen müssen, auf die Weiterfahrt nicht warten. Der nächste Zug Richtung Itzehoe hält um 17.32 Uhr in Tornesch. Viel Zeit und Engagement haben die Mitglieder der Bürgerinitiative investiert, um diese Verbesserungen in der Bahnanbindung zu erreichen. Und das nicht nur beim Sammeln der fast 13000 Unterschriften, die sie an Verkehrsminister Reinhard Meyer Ende 2014 übergeben hatten. Das ganze Jahr 2015 über trafen sie sich regelmäßig, manchmal sogar wöchentlich, um Informationen und Aktivitäten abzustimmen. In ihren von den Stadtwerken Tornesch gesponserten roten Windjacken mit der Aufschrift „Dorfbahnhof? Nein Danke?“ waren sie auch außerhalb der Stadt gut bekannt. „Wir hatten viel Unterstützung in der ganzen Region und danken dafür. Unser Einsatz war und ist ja auch für die gesamte Region“, macht Gisela Hüllmann deutlich.

Die Mitglieder der Initiative kannten sich vor ihrem gemeinsamen Wirken meist nur vom Sehen oder gar nicht. Von der Idee Gisela Hüllmanns, eine Bürgerinitiative (BI) ins Leben zu rufen, erfuhren sie aus der Zeitung oder von Nachbarn. „Für uns ist das Zusammenwirken in dieser Form eine positive Erfahrung. Wir werden uns weiter treffen, die Bahnanbindung und den Service für die Bahnnutzer im Auge behalten und Gespräche mit Verantwortlichen führen.

Denn das große Ziel, jeweils zwei Züge in der Stunde nach Altona und zum Hauptbahnhof ist noch nicht erreicht. Wir geben aber nicht auf“, so die BI-Mitglieder.

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