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Uetersener Nachrichten

24. August 2017 | 11:31 Uhr

Auszeichnung : Mission „Klimarettung“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Klimaretter, das sind Erzieherinnen und Erzieher, die nach einer Weiterbildung im Rahmen eines Modellprojektes die Ideen einer nachhaltigen Bildung und eines achtsamen Umganges mit den natürlichen Ressourcen an die Kinder weitergeben und sie auf diese Weise zu kleinen Klimarettern machen. Jetzt wurde der erste Klimaretter-Jahrgang für seine erfolgreiche Bildungsarbeit im Rahmen eines Festaktes in der Drostei ausgezeichnet.

Sieben Kindertagesstätten bekamen am Mittwoch ihre Urkunden, darunter jeweils eine in Horst, Elmshorn, Holm und Hetlingen. Das Modellprojekt „KITA21 – Die Klimaretter“ ist bereits im vergangenen Jahr vom azv Südholstein initiiert worden und wird mit Hilfe des Kreises Pinneberg sowie der Umweltstiftung „Save Our Future“ umgesetzt.

Wie die Arbeit der Klimaretter aussehen kann, zeigte die Preisverleihung am Ende des Festaktes, während der die unterschiedlichen Projekte vorgestellt wurden. So beschäftigten sich die Kinder im Lebenshilfe-Kindergarten Hasenbusch in Elmshorn mit den Themen Müllvermeidung und Mülltrennung. Im Mittelpunkt stand dabei der bewusste Umgang mit Abfällen, das Verständnis für den Wert des Mülls und die Möglichkeiten einer Weiterverarbeitung.

Die Kinder der DRK-Bewegungskita in Holm wählten das Thema Mobilität für das Kimaretter-Projekt. Sie erkundeten nicht nur den Zusammenhang zwischen Treibhauseffekt und Kohlendioxid-Ausstoß, sondern sammelten auch für jeden zu Fuß zurückgelegten Meter Punkte. Während der Projektlaufzeit kamen auf diese Weise 5988 Kilometer zusammen, eine Strecke von Hamburg bis nach Äthiopien.

„Was kreucht und fleucht denn da?“ war die Frage, der die Hetlinger Klimaretter im Rahmen des Projektes nachgingen. Die Kinder lernten, die eigene Angst vor Insekten zu überwinden und deren Nutzen für Mensch und Natur zu erkennen. Sie gestalteten das Außengelände des Kindergartens um und ließen sich von einem Imker in die Geheimnisse eines Bienenvolkes einführen.

„Das Ziel von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in Kindertagesstätten ist es, die Aneignung von Wissen und Kompetenzen zu fördern, die für ein verantwortungsvolles und umweltbewusstes Handeln erforderlich sind“, sagte Ute Hagmaier, äußerst erfolgreiche Umweltpädagogin des azv Südholstein.

In ihrer Rede lobte sie die „tolle Bildungsarbeit“, die in den Tagesstätten geleistet worden sei. Die eingereichten Arbeiten hätten die Jury begeistert, so Hagmaier. Unter den Juroren waren auch der Grünen-Kreistagsabgeordnete Helmuth Kruse sowie Jasson Jakovides, Mitglied des Deutschen Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, die 2014 endet.

Das Modellprojekt der Klimaretter hat gute Chancen, dann als bestes der UN-Dekade ausgezeichnet zu werden.

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erstellt am 08.Aug.2013 | 18:21 Uhr

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