Besuchsreihe : Ministerin auf Tour durch die Finanzämter

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17 Finanzämter liegen auf der Tour der Schleswig-Holsteinischen Finanzministerin Monika Heinold. Vergangenen Mittwoch war das Finanzamt Pinneberg an der Reihe. Großes Thema zurzeit bei allen Finanzverwaltungen: Die Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte.

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11. Oktober 2012, 18:07 Uhr

Denn ab 2013 werden sämtliche Daten der Lohnsteuerkarten elektronisch erfasst. Auch jene der bisherigen Vorderseite der Karte, die sogenannten „Elektronischen Lohnsteuer-Abzugsmerkmale“ kurz „ELStAM“. Dabei handelt es sich um die persönlichen Merkmale wie Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, sonstige Freibeträge und das Kirchensteuermerkmal. Diese Informationen werden dann ab dem nächsten Jahr den jeweiligen Arbeitgebern zur Verfügung gestellt. „Dieses Verfahren vereinfacht und modernisiert die Kommunikation zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern, Finanzämtern und den Meldebehörden erheblich“, sagte die Ministerin. So werden zum Beispiel Kinderfreibeträge nach der Geburt eines Kindes automatisch beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

„Weiterhin entfällt natürlich auch der bisher notwendige Versand der Lohnsteuerkarten, was weitere Kosteneinsparungen für die Verwaltung mit sich bringt“, sagte Andrea Gasenzer-Offen, die Vorsteherin des Finanzamtes Pinneberg, Abhängig Beschäftigte müssen in Zukunft also nur noch einmalig ihr Geburtsdatum und ihre steuerliche Identifikationsnummer angeben, die vor ein paar Jahren bereits jeder per Post erhalten hat.

Ein besonderes Projekt gab es für die Ministerin exklusiv im Finanzamt Pinneberg zu besichtigen. Ab sofort gibt es dort nämlich ein Mutter- (oder Vater) Kind-Büro. Dieses mit allen notwendigen Büromaschinen ausgestattete Büro ist überdies mit kindgerechten Möbeln und einer Spielecke ausgestattet. Für ältere Kinder gibt es sogar einen eigenen Schreibtisch, an dem im Beisein des arbeitenden Elternteils zum Beispiel die Hausaufgaben erledigt werden können. „Diese Möglichkeit ist als Notbehelf für Eltern gedacht, die aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen oder Ausfällen auf die Schnelle keine Ersatzbetreuung für ihr Kind finden“, erklärt Gasenzer-Offen.

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