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Wirtschaft : Mindestlohn-Bilanz: NGG ist zufrieden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein Jahr nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zieht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine positive Bilanz für den Kreis Pinneberg. „In Hotels, Pensionen, Restaurants und Gaststätten gab es im Juni des vergangenen Jahres 6,7 Prozent mehr Beschäftigte in Service und Küche als ein Jahr zuvor“, sagte der NGG-Geschäftsführer für die Sektion Hamburg-Elmshorn, Lutz Tillack.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2016 | 21:23 Uhr

Die Gewerkschaft hatte nach eigenen Angaben beim Pestel-Institut in Hannover eine Mindestlohn-Analyse in Auftrag gegeben. Darin hätten die Wissenschaftler auch die Beschäftigungssituation im Kreis Pinneberg bewertet. „Vom Schreckgespenst Mindestlohn, vor dem die Arbeitgeber auch im Kreis Pinneberg noch vor einem Jahr gewarnt haben, ist nichts übrig geblieben“, so Tillack. Der Mindestlohn sei weder eine Konjunkturbremse noch ein gefährlicher Job-Killer.

Positiv bewertet die Gewerkschaft zudem den Umstand, dass viele Arbeitgeber in Folge der Mindestlohn-Einführung aus den Mini-Jobs reguläre Arbeitsstellen gemacht hätten. Die besonders schlecht bezahlten Mini-Jobber seien dadurch auf ein monatliches Einkommen in Höhe von mehr als 450 Euro gekommen, was einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz entspreche. „Das ist ein Riesenerfolg“, sagte Tillack.

Der NGG-Geschäftsführer lobte den Mindestlohn als ein Instrument zur Stärkung der Wirtschaft. „Das Lohn-Plus hat auch den Arbeitnehmern im Kreis Pinneberg eine höhere Kaufkraft beschert, von der insbesondere die heimische Wirtschaft profitiert hat.“ Für den Gewerkschafter ist mit der Umsetzung des Mindestlohn allerdings erst ein Schritt getan. Ziel müsse es sein, möglichst schnell zu einem Mindestlohn in Höhe von zehn Euro zu kommen, „damit die Menschen die Chance haben, auch Geld für größere Anschaffungen auf die hohe Kante zu legen“.

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