zur Navigation springen

Hegeringversammlung : Milder Winter verhinderte Jagd

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Die Jagdsaison im Winter war leider bescheiden, da es zuviel geregnet hat und in den Marschrevieren an vielen Stellen gar nicht an Jagd zu denken war“, sagte Claus Kahlke, Leiter des Hegerings IV am Freitag auf der jährlichen Hegeringversammlung. Viele Gesellschaftsjagden seien ausgefallen oder nur im geringeren Umfang durchgeführt worden.

shz.de von
erstellt am 13.Mär.2016 | 20:50 Uhr

Kahlke erinnerte an die Eröffnung des Schießstands in Heede, der in den letzten zwei Jahren für etwa 200000 Euro – davon ein Viertel Eigenleistungen – renoviert und im vergangenen Jahr eröffnet worden war. „Der Schießstand ist wirklich super geworden und es lohnt sich, dort hinzufahren“, bilanzierte der Hegeringleiter. Auch Hans Wörmcke, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Pinneberg, zog eine positive Bilanz: „Der Schießstand läuft gut und wird angenommen.“ Etwa 220000 Tontauben seien im vergangenen Jahr geschossen worden. Pro Trainingsserie werden 15 Stück eingesetzt, was mehr als 14600 Schießeinheiten auf der Anlage bedeutet. „Der Schießstand ist kostendeckend und daher haben wir für die kommenden beiden Jahre weitere Sanierungen geplant“, teilte Wörmcke mit. Etwa 80000 Euro sollen in die Infrastruktur investiert werden. Geplant seien eine neue Heizung für das Vereinsheim in Heede sowie ein neuer Kugelfang für den „laufenden Keiler“. Der Landesjagdbund habe bereits eine Förderung zugesagt. 25 Prozent der Summe müssten selbst finanziert werden. „Ein guter Schießstand wird immer wichtiger für uns Jäger. Der Schießnachweis soll kommen und ich bin sicher, dass es für Flinte und Büchse kommt“, so Wörmcke.

Neben den jagdlichen Aufgaben hat Wörmcke sich für das kommende Jahr ein weiteres Thema auf die Fahnen geschrieben: „Wir wollen das Ansehen der Jäger in der Öffentlichkeit verbessern.“ Oftmals seien die Aufgaben und die Bedeutung für die Natur nicht deutlich. „Wir sind eine Naturschutzorganisation und leisten sehr viel in diesem Bereich“, sagte Wörmcke. Er beobachte derzeit, dass sich immer mehr Raubwild wie Maderhunde, Dachse oder Füchse in Naturschutzgebiete zurückziehen, in denen nicht gejagt werden dürfe. „Dort finden sie ein Paradies vor“, sagte Wörmcke mit Blick auf die zahlreichen Bodenbrüter, die als Beute dienen. „Wenn die Fallenjagd weiter eingeschränkt wird, sind die Bodenbrüter bald weg“, prognostizierte Wörmcke.

Holger Lang aus Appen wurde von den Hegeringsmitgliedern zum neuen Schriftführer gewählt. Jungjäger Maximilian Schäfer ergänzt den Vorstand als stellvertretender Schießwart. Zudem wurde die seit zwei Jahren vakante Position des Jagdhundeobmanns mit Tanja Koelbel, Züchterin von Großen Münsterländern, wieder besetzt. Helmuth Duwe wurde während der Jahreshauptversammlung für 40 Jahre Mitgliedschaft im Hegering IV ausgezeichnet. Und auch sportlich konnte Claus Kahlke Erfolge vermelden. Simone Freyermuth wurde zum vierten Mal in Folge Landesmeisterin und die Mannschaft des Hegerings IV feierte die erfolgreiche Titelverteidigung auf Landesebene.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert