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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 06:33 Uhr

Festakt : Milder Blick auf große Partei

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Noch einmal meldeten sie sich zu Wort, die großen Denker und Visionäre der SPD: Annemarie Renger etwa, Willy Brandt natürlich, Otto Wels (ab 1919 SPD-Vorsitzender), August Bebel (einer der Begründer der organisierten sozialistischen Arbeiterbewegung) und die unvergessene Regine Hildebrandt, möglicherweise die einzige deutsche Politikerin, die von den Menschen wirklich geliebt wurde!

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 22:53 Uhr

Ihnen liehen ihre politischen Enkel und Urenkel während des Festaktes zum 150. Geburtstag der SPD in der Drostei die Stimme, um daran zu erinnern, wer und vor allem auch welche Themen die SPD groß gemacht haben: der Kampf für einen menschenwürdigen Arbeitsalltag, für Chancengleichheit und Gerechtigkeit, aber auch die Einführung des Frauenwahlrechts.

100 Gäste waren der Einladung des Kreisverbandes gefolgt, darunter führende Parteimitglieder, Gewerkschaftsvertreter, Landrat Oliver Stolz sowie zahlreiche Kommunalpolitiker. Gefeiert wurde nur wenige Stunden nach dem zentralen Festakt in Leipzig. „Keine Partei ist älter, und keine war erfolgreicher“, sagte Thomas Hölck in seiner Begrüßung.

Die SPD habe immer durch Menschen gelebt, die angetrieben worden seien von dem Willen, die Dinge zum Besseren zu wenden. „Reden wir über die Geschichte der Partei, reden wir über Mut“, sagte Hölck. Immer wieder hätten Frauen und Männer ihr Leben riskiert, um die sozialdemokratische Sache nicht zu verraten.“

Daraus resultiere die Integrität der Partei und ein Erbe, das die heutigen SPD-Mitglieder zur Freiheit verpflichte. Diesen Faden griff Elmshorns Bürgermeisterin Brigitte Fronzek in ihrer (sehr anrührenden) Rede auf und gab darin der Parteigeschichte mithilfe ihrer Großeltern ein Gesicht.

Kleine Leute waren sie, aber typisch für die Sozialdemokratie in Deutschland, weil mutig, unbeirrbar, menschlich und auch in schweren Zeiten nicht von dem sozialdemokratischen Kurs abzubringen. „Resignation kommt für uns Sozialdemokraten nicht infrage“, so Fronzek. Egal wie widrig die Umstände seien, Freiheit, Frieden und Chancengleichheit blieben die Ziele der Partei, sagte sie. Professor Karl Heinrich Pohl von der Universität Kiel stellte als letzter Redner aber auch Fragen, etwa die, ob die Sozialdemokraten in der Weimarer Republik wirklich alles getän hätten, um die Nationalsozialisten zu verhindern? Es gelte, darauf Antworten zu finden, aber das ändere nichts daran, dass die demokratische Grundhaltung der Partei über jeden Zweifel erhaben sei.

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