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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 10:16 Uhr

Appell : Migranten in die Verwaltung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Vorstand des Pinneberger Vereins „Brücken der Kulturen“ hat an die Politiker aller Parteien appelliert, in den Ämtern und Behörden mehr Menschen mit Migrationshintergrund zu beschäftigen. In einem Gespräch mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst-Dieter Rossmann kritisierte Vorstandssprecherin Arzu Degirmencioglu, diese Gruppe sei im Kreis Pinneberg überall deutlich unterrepräsentiert.

Degirmencioglu, die selber in der Kreisverwaltung arbeitet, nannte sowohl die Polizei als auch die Arbeitsagenturren und kommunalen Verwaltungen als Beispiele. Gleichzeitig lobte sie die Arbeit der Hansestadt Hamburg. „Dort ist man in dieser Hinsicht schon ein ganzes Stück weiter“, sagte sie. Auch Vereinsvorsitzender Baris Karabacak bezeichnete die Initiative der Hamburger als vorbildlich. „Der Senat hat sich bereits 2006 unter Ole von Beust zu einer gezielten Förderung entschlossen, und SPD-Bürgermeister Olaf Scholz tut ebenfalls viel für die Integration.“

Der Verein „Brücken der Kulturen“ hat 47 Mitglieder und kümmert sich um die Integration von Einwanderern. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Erwerb der deutschen Sprache. Darüber hinaus veranstaltet der Verein Länderabende und unterhält eine Tanzgruppe für Jugendliche. Für den Sozialdemokraten Rossmann hat das Vorbildcharakter. „Wir brauchen solche Brückenbauer“, sagte er.

Sowohl Rossmann als auch Karabacak sind sich einig, dass die beschlossene Ausweitung der Sprachkurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ein Schritt in die richtige Richtung ist, um die Position von Migranten in Deutschland weiter zu stärken. „Außerdem ist es gelungen, zusätzliche Gelder für berufsbezogene Sprachkurse zu mobilisieren. Auch das ist eine gute Nachricht.“

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erstellt am 08.Mai.2014 | 19:43 Uhr

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