Aktivregion : Midgard will EU-Fördergelder

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Das Werbeschild auf dem Haseldorfer Gutshof ist zwar demontiert worden, es war zu groß und verstieß gegen die Ortsgestaltungssatzung, doch die „Midgardstiftung in Gründung“ hat sich damit von dem Bau eines Wikingerschiffes nicht verabschiedet.

shz.de von
20. Januar 2012, 20:34 Uhr

Mithilfe von EU-Fördergeldern soll das 2009 begonnene und seit dem Herbst 2010 brachliegende Projekt wieder flott gemacht worden.

Während der jüngsten Sitzung des Projektbeirates der „AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest“ im Sitzungssaal des Abwasser-Zweckverbandes berichtete Geschäftsführer Mathias Günther, dass es im November ein Treffen mit den Midgard-Machern gegeben hat. Außerdem seien neue Unterlagen eingereicht worden. Ihren Langschiffbau wollen die Haseldorfer als „Leuchtturmprojekt“ gefördert wissen.

Das Eine-Millionen-Euro-Vorhaben der in der Marsch höchst umstrittenen Frühmittelalterfreunde, hatte beim Bekanntwerden des Förderantrages im Juni reichlich Staub in der Marsch aufgewirbelt und für kontroverse Diskussionen in der Gemeindevertretung gesorgt (die UeNa berichteten).

Die CDU-Mehrheitsfraktion winkte damals einen Bauantrag der Midgard-Stiftung i.G. durch und der damalige Bürgermeister Heinz Lüchau erklärte, er würde als Mitglied des Projektbeirates das Vorhaben unterstützen. Mit einer persönlichen Erklärung ging der damalige stellvertretende Fraktionsvorsitzende und heutige CDU-Ortsverbandsvorsitzende Volker von Stamm dann jedoch auf Distanz zu Midgard. Er werde der Mitfinanzierung des Wikingerschiffes mit Mitteln der Gemeinde nicht zustimmen, erklärte der Konservative damals.

Denn die Co-Finanzierung ist eines der Knackpunkte des Vorhabens. Um Zuschüsse von 55 Prozent der Netto-Summe zu bekommen, muss ein privater Antragsteller wie die Midgard-Stiftung in Gründung einen öffentlicher Träger finden, der die Idee unterstützt. Das ist in der Regel die Kommune, könnte aber auch Kreis, Land oder eine Stiftung sein. „Wir haben einen Co-Finanzierer in Aussicht“, erklärt Wolfram Rittker, Pressesprecher der Midgard-Stiftung in Gründung. Er will allerdings mit Blick auf laufende Gespräche keine konkreteren Aussagen machen.

Auch sonst muss die Stiftung i.G. noch einiges tun, denn die nachgereichten Unterlagen hätten noch einige Fragen offen gelassen, stellt Günther fest. Besonders bei der Finanzierung und der Arbeit an dem Wikingerschiff sei noch manches unklar, ergänzt Manske.

Der Projektbeirat der AktivRegion Marsch & Geest kommt am 9. Mai zu seiner nächsten Sitzung zusammen. „Bis dahin haben wir alle nötigen Unterlagen zusammen“, kündigt Rittker an. Eine Entscheidung fällt letztlich im landesweiten Projektbeirat, der am 21. Juni tagt.

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