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Umstrittenes Projekt : Midgard will den Neustart

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die in Haseldorf hoch umstrittene „Midgard-Stiftung in Gründung“ plant den Neustart. Am 30. und 31. Mai wird ein Historischer Handwerkermarkt auf der Gutswiese organisiert. Die seit 2007 vorgesehene, aber nie realisierte Anmeldung der Stiftung soll in Angriff genommen werden und man sucht nach einem Grundstück für ein zu errichtendes Midgard-Dorf.

Auf dem Feldhof in Haseldorf sollte der einst entstehen im Rahmen eines frühmittelalterlichen Erlebnisparks plus Nachbau der Hammaburg. Mit 100000 Besuchern jährlich wurde gerechnet. Die Haseldorfer CDU unterstützte Midgard I.G. anfangs, distanzierte sich jedoch später wegen der massiven Bedenken vieler Bürger, die das Vorhaben als zu groß und unpassend für die kleine Gemeinde empfanden.

Zudem gab es Bedenken, die Einrichtung könnte zum Anziehungspunkt für Rechtsradikale werden.

Eine deutlich reduzierte Planung – nur noch von 10000 Besuchern war die Rede – fand ebenso wenig Unterstützung wie der Versuch, das Projekt mit Hilfe von EU-Gelder über die AktivRegion zu realisieren. Es gelang den Midgard-Machern nicht, aussagekräftige und nachvollziehbare Planungen vorzulegen.

Die Midgard-Stiftung in Gründung verlegte sich 2008 auf das Organisieren von Historischen Handwerkermärkten auf der Wiese des Haseldorfer Gutshofes. Anfangs groß geplant inklusive Rockkonzert im „Rinderstall“ wurde die Veranstaltung von Jahr zu Jahr kleiner und nach der dritten Ausgabe war dann Schluss.

Doch nun wird über die Facebook-Seite der Midgard-Stiftung in Gründung die vierte Ausgabe angekündigt, ebenfalls auf der Gutswiese. „Wir sind wieder da - mit einem der größten Historischen Märkte im Norden wird das Mittelalter auf den Gutswiesen in Haseldorf wieder lebendig“, wirbt man im sozialen Netzwerk.

Gleichzeitig ist die Gruppe auf Veranstaltungswebsites, wie heyevent.de und partytimes.de präsent. „Veranstalter des Marktes bin ich Wolfram Rittker im Auftrag der Midgard-Stiftung“, verkündet der Sprecher der Gruppe auf letztgenannter Seite. Auf der Facebook-Seite gab es im vergangenen Jahr zudem Ankündigung „die Stiftung jetzt anmelden“ zu wollen und demnächst dafür ein Treffen zu organisieren. „Und...gehts weiter?“ fragt eine Userin nach.

Ferner wird ein sieben Hektar großes Grundstück gesucht. Bei Facebook ist auch ein „Bebauungsplan“ sowie ein Film über „unsere Vision“ zu finden.

Kontaktaufnahme

Natürlich hätten wir gern einen Vertreter der Midgard-Stiftung in Gründung zu den neuen Plänen befragt. Auf der Facebook-Seite wird auf die Website www.midgard-stiftung.de verwiesen. Die ist jedoch abgeschaltet worden. Ein Telefonanschluss des Sprechers Wolfram Rittker ist im Internet nicht zu recherchieren. Und die damalige Nummer zwei der Gruppe, Bernard Haarmeyer, war telefonisch nicht erreichbar.

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erstellt am 17.Apr.2015 | 20:14 Uhr

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