Aktion : MHD ist eine Vorschrift

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Sechs bis 20 Millionen Tonnen Lebensmittel werden nach Schätzungen jährlich deutschlandweit weggeworfen, vielfach nur, weil das Mindeshaltbarkeitsdatum überschritten ist.

shz.de von
27. Januar 2015, 21:56 Uhr

Dass das MHD lediglich auf der Kennzeichnungsvorschrift für bestimmte Lebensmittel beruht, wollten Fenja Fricke und Ronja Grote zeigen. Die beiden Mädchen besuchen die neunte Jahrgangsstufe der Klaus-Groth-Schule (KGS) im Schulzweckverband Tornesch-Uetersen und hatten sich das Abschlussprojekt selbst überlegt. Es beruht auf dem Grundsatz der Nachhaltigkeit, nach dem Handlungen stets bezüglich der Auswirkungen für die Zukunft überprüft werden sollen.

Das MHD in Deutschland bedeute nicht, dass Lebensmittel, die dieses Verfallsdatum erreicht hätten, ungenießbar seien. Das demonstrierten die Schülerinnen mithilfe zweier Produkte: Joghurt und Käse. Jeweils ein Käse hatte dabei das MHD erreicht, ein Joghurt war ebenfalls an diesem Limit angekommen.

Wer mochte, der konnte nun seine Sinne am Fuzo-Stand der beiden Mädchen testen. Welches Produkt sei wohl abgelaufen? Das Ergebnis brachte ans Licht, dass die Probanden es nicht eindeutig erschmecken konnten. Vielleicht haben die Schülerinnen daher dazu beigetragen, dass zumindest Uetersener Verbraucher in Zukunft nicht mehr alles wegschmeißen, was die MHD-Grenze erreicht hat, insofern sie das bislang überhaupt getan haben.

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