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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 16:44 Uhr

Jüdisches Museum : Meret Oppenheim

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im einzigen Jüdischen Museum nördlich von Berlin, der Synagoge aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, werden seit 1988 Ausstellungen gezeigt. Zu besichtigen sind noch bis zum 22. September die Arbeiten von Meret Oppenheim unter dem Titel: „...was hast du denn da wieder Seltsames gemacht? Werke von Meret Oppenheim und anderen.“

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 17:06 Uhr

Die große Künstlerin und Dichterin Oppenheim ist wohl die berühmteste Frau im Kreis der Surrealisten um Max Ernst, Alberto Giacometti und André Breton gewesen.

Meret Oppenheim wurde in Berlin geboren und wäre in diesem Jahr einhundert Jahre alt geworden. Im Jahr 1932 ging sie nach Paris und wandte sich schon früh von der Gruppe ab, um ihre eigene Kunstauffassung auszubilden.

Es wird angenommen, dass ihre Abkehr mit der Rolle als Frau in der Gesellschaft und Kunstwelt damit zusammenhing. Im avantgardistischen und eindeutig antibürgerlichen Kreis der Surrealisten wurden Frauen eher als erotische Objekte gesehen und weniger als eigenständige, kreative Künstlerinnen.

Eine psychische und künstlerische Krise, die 18 Jahre dauerte und die Meret Oppenheim mit Hilfe des analytischen Psychologen C. G. Jung überwinden konnte, veränderte ihren Stil und ihre Form. Ihre assoziativen Zeichnungen, plastischen Arbeiten und Gedichte lassen subjektiven interpretativen Raum.

Meret Oppenheimer hat die Geschlechterungerechtigkeit in ihrer Kunst thematisiert. n. Der Mann müsse seine weiblichen und die Frau ihre männlichen Anteile erkennen und integrieren. Ihre Utopie war, dass Androgyn „Ausdruck platonischer Gedanken“ sind ebenso wie die Sehnsucht nach Ganzheitlichkeit.

Im Jüdischen Museum, Prinzessinstraße 7 werden außerdem Werke von Fotografen aus der Umgebung surrealer Künstler gezeigt.

Geöffnet: di.-so. 12 bis 17 Uhr.

Eintritt: 3 erm. 2 Euro.

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