zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 05:04 Uhr

Geschenk : Menzel in Kopie fürs Kloster

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Kloster ist um eine wertvolle Attraktion reicher. Waltraut und Dr. Hans-Herbert Henningsen schenkten dem Klosterprobsten, Hubertus Graf von Luckner, anlässlich des jüngsten Konzertes in der Priörinnenscheune ein in Öl gemaltes Bild, auf dem eine ganz besondere Szene festgehalten ist. Und zwar genau jene, die bereits der Kunstmaler Adolph Menzel 1852 unter dem Titel „Der große König bei der Hausmusik“ (142 x 205 Zentimeter) entstehen ließ. Das Original ist in Sanssouci zu sehen. Das Ehepaar Henningsen hatte die „Kopie“ vor vielen Jahren geschenkt bekommen.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2012 | 21:15 Uhr

Menzels Bild zeigt Friedrich den Großen in seinem Musikzimmer in Sanssouci beim Musizieren. Die Kopie, die das Moorreger Ehepaar, das Mitglied bei der Gesellschaft des Klosters Uetersen ist, dem Probsten jetzt schenkte, wurde von einem Maler namens „Rupprecht“ gemalt. Ob es sich bei dem Künstler um den in Stuttgart geborenen Maler Wilhelm Hugo Rupprecht (1881 bis 1970) handelt, ist möglich aber leider nicht nachzuweisen.

Friedrich der Große war für seine Begabung auf der Querflöte bekannt und brachte dies öfter seinen Verwandten, Freunden und Bediensteten zu Gehör.

Wie solche „Hausmusiken“ am Hofe in Potsdam klangen, war während des Konzertes zu hören, das von Anne (Klavier) und Tilman Clasen (Blockflöte) sowie Mitsuhiro Ikenoya (Querflöte) – Kirchenmusiker aus Moorrege – gestaltet wurde. Es waren Musikstücke zu hören, die einst auch am Hofe erklangen. Komponiert von jenen, die auf dem Bilde von Menzel (und Rupprecht) zu sehen sind. Unter anderem sind das der Flötenlehrer Friedrich des Großen, Johann Joachim Quantz, Kammercembalist Carl Philipp Emanuel Bach, die Schwester Friedrichs, Amalie von Preußen und der Hofkapellmeister Carl Heinrich Graun. Die Zuhörer – die Scheune war bis auf den letzten Platz besetzt – genossen die Tatsache, dass sie gewissermaßen in Sanssouci eintauchen konnten, sichtlich.

Die Priörinnenscheune eignete sich für das liebevoll gestaltete und von der Pianistin sehr einfühlsam moderierte Konzert hervorragend. Das Haus ist längst zu einem Kulturraum avanciert, der hinsichtlich seines Charmes kaum zu kopieren ist. Auf das nächste Konzert der Gesellschaft der Freunde des Klosters Uetersen kann man sich daher nur freuen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert