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VHS-Geschichtswerkstatt : Menschen und Geschichte vor Ort

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit mehreren Ausstellungen und auch Broschüren über das Leben, Wirken und die Rolle von Frauen zu bestimmten Zeitabschnitten in der Ahrenloher, Esinger und Tornescher Geschichte hat die VHS-Geschichtswerkstatt auf sich aufmerksam gemacht.

Bei einem gemütlichen Beisammensein im Eiscafé „Bella Italia“ aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Gruppe haben aktuelle und ehemalige Mitglieder noch einmal ihre Aktivitäten und Rechercheergebnisse der vergangenen Jahre Revue passieren lassen und dankten Annette Schlapkohl für die gute Anleitung und Unterstützung in der Geschichtswerkstatt.

Denn die Historikerin und Ortschronistin leitet die Geschichtswerkstatt von Beginn an und hat sie gemeinsam mit der damaligen VHS-Leiterin und Gleichstellungsbeauftragten Birgit Gosau vor zehn Jahren ins Leben gerufen, nachdem die landesweite Politeia-Ausstellung „Frauen, die Geschichte mach(t)en“ auch bei Tornescherinnen auf großes Interesse gestoßen und von Annette Schlapkohl mit Porträts über Tornescher Frauen, die im antifaschistischen Widerstand wirkten, ergänzt worden war. Mit von Anfang an dabei in der Tornescher Geschichtswerkstatt, die als Volkshochschulkurs etabliert wurde, sind Helma Thielemann und Rena von Wieding. Auch Traute Schölermann gehört seit langem zum Team der geschichtsinteressierten Frauen, die einen Beitrag dazu leisten wollen, Frauenwirken und das Leben in vergangenen Zeiten vor Ort nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Zu den Ergebnissen von zehn Jahren Frauengeschichtswerkstatt gehören „Porträts Tornescher Frauen“, „Frauen in der Tornescher Politik“ und „Tornescherinnen des 19. und 20. Jahrhunderts bei der Arbeit“.

Bei zehn bis zwölf Treffen im Jahr im Rahmen der Werkstatt, zahlreichen Interviews und Kontaktaufnahmen erfuhren die geschichtsinteressierten Frauen viel Interessantes über das Wirken von Tornescherinnen und brachten zum Teil auch eigene Erfahrungen und Erlebnisse als Zeitzeuginnen ein. Auch Korrespondenzen wurden geführt, um Fotos, Informationen und Hinweise zur Aufarbeitung der Themen zu erhalten. „Die Resonanz war immer sehr groß“, so Annette Schlapkohl. Sie schließt mit ihren geschichtsinteressierten Werkstattteilnehmerinnen gerade das Thema „Ahrenloher Straße“ mit Vorbereitung auf eine Ausstellung ab. Die meisten Teilnehmerinnen wollen weiter in der Geschichtswerkstatt mitwirken. Und sie sind sich sicher, gemeinsam mit Annette Schlapkohl ein neues interessantes Tornesch-Thema zu finden.

Ausstellungseröffnung „Leben an der Ahrenloher Straße“ am 1. November

Je nach Thema hat die Zusammensetzung in der Frauengeschichtswerkstatt gewechselt. Aktuell gehören ihr 14 Interessentinnen an. Sie wohnen zum Teil an der Ahrenloher Straße oder haben einen Bezug zu Gebäuden, Unternehmen oder Familiengeschichten dort. Denn das Thema, an dem sie seit Herbst vergangenen Jahres gearbeitet haben, hat mit dem Leben und Arbeiten entlang der etwa vier Kilometer langen Ahrenloher Straße zu tun. Etwa 100 Jahre gehen die Recherchen, die nun abgeschlossen wurden, zurück. Die Ergebnisse werden ab 1. November in Form von Texten, Fotos und Exponaten, wie einer alten Ladenkasse, in einer Ausstellung in der Begegnungsstätte POMM 91 gezeigt.

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erstellt am 27.Jun.2013 | 19:24 Uhr

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