Mitstreiter gesucht : Mehr Zughalte und Verlässlichkeit

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Gisela Hüllmann hat die Nase gestrichen voll. Sie ärgert sich über Züge, die ersatzlos gestrichen werden, übervolle Bahnen und verpasste Anschlusszüge. Das Maß war für sie am vergangenen Donnerstag voll: Bei Regenwetter wollte ihr Sohn mit dem Zug in Richtung Hamburg fahren. Bereits der Bahnsteig war so voll, dass man sich nicht unterstellen konnte. „Die Regionalbahn, die dann einfuhr, war komplett überfüllt. Es war wie in einem Viehtransport“, berichtete die engagierte Tornescherin.

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15. Juni 2014, 17:26 Uhr

„Ich spreche nicht allein für mich. Ich spreche für viele Menschen, die auf die Bahn angewiesen sind – Tornescher, Uetersener, Moorreger, Heidgrabener, Ellerhooper“, zählte sie auf. Insbesondere morgens, wenn Schüler und Berufspendler unterwegs sind, und abends nach Feierabend sei die Situation unhaltbar.

Auch älteren Menschen sei es nicht zuzumuten, sich in eine übervolle Bahn zu quetschen oder Ewigkeiten auf dem Bahnsteig auszuharren. Insbesondere sie bräuchten Sicherheit und Verlässlichkeit.

„Die Bahn wirbt mit dem Slogan ‚Der Umwelt zuliebe‘. Aber die Umstände spornen nicht dazu an, auf die Bahn umzusteigen“, sagte Hüllmann verbittert. Sie erwartet mehr Zughalte und Flexibilität zu den Stoßzeiten. „Bei Bedarf könnten beispielsweise Waggons angehängt werden“, so ihr Vorschlag. „Außerdem zahlen Bahnfahrer gutes Geld. Dafür können sie auch Service erwarten“, ergänzte sie.

Hüllmann hat inzwischen Kontakt mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann aufgenommen hat. Von ihm erwartet sie Unterstützung. Zusätzlich plant sie, eine Unterschriftenaktion zu starten. Wer ihre Initiative unterstützen möchte, kann sich unter der Nummer 04122/51525 mit ihr in Verbindung setzen.

„Ich nehme die Sache sehr ernst“, sagte Rossmann auf Nachfrage. Er versprach das Thema Extrazughalte bei einem Treffen im Juli im Wirtschaftsministerium erneut anzusprechen.

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