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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 17:39 Uhr

verkehr : Mehr Sicherheit in der Schulstraße

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer jetzt durch die Schulstraße fährt, kann ablesen, ob er Tempo 30 wirklich einhält. Gasunie Deutschland, die derzeit an der Erneuerung eines Elbdükers zwischen Hetlingen und Lühesand arbeitet, hat der Gemeinde zwei Geschwindigkeitsmessanlagen geschenkt. „Wir waren uns von Anfang an sehr bewusst, dass die Schulstraße ein kritischer Punkt ist“, erklärt Philipp von Bergmann-Korn, Pressesprecher der Gasunie Deutschland.

Eine Messstation ist in Richtung Klärwerk bereits aufgestellt worden. Die zweite soll an der Deichstöpe erst einmal einen provisorischen Platz bekommen, sagt Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU). Ganz sicher ist man sich noch nicht, welcher der beste Standort ist.

6000 Euro kosten die beiden Anlagen. Nach dem Ende der Bauarbeiten am Elbdüker kann die Gemeinde entscheiden, wo sie die Geräte aufstellt. Derzeit gibt es für Hetlingen nur eine Anlage, die man sich auch noch mit Haseldorf und Haselau teilt. Von der positiven Wirkung ist die Bürgermeisterin überzeugt. „Die Leute halten sich daran“, hat sie beobachtet.

Ärger der Anlieger über undisziplinierte Autofahrer in der Schulstraße hatte es allerdings schon vor dem Beginn der Bauarbeiten gegeben. In hoher Geschwindigkeit wurde über den Fußweg gefahren, um so dem Gegenverkehr auszuweichen und gleichzeitig schneller voranzukommen. Und da scheint eine Initiative der Dorfpolitik zu wirken. „Frankfurter Hütchen“ sind auf dem Gehweg angebracht worden. Anwohner hätten ihm berichtet, dass es funktioniert, so der Bauausschussvorsitzender Michael Rahn (FW).

Ferner berichtet die Bürgermeisterin von einem Schreiben des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz zur Deichsicherheit während der „Erneuerung des Elbedückers“, gemeint ist von der Behörde der Elbdüker. Die Entscheidung, den Deichverteidigungsweg für den Transport zu und von der Baustelle zur Verfügung zu stellen, sei sehr bewusst gefallen. Die Belastung der Hetlinger Einwohner beim Transport durchs Dorf wäre um ein Vielfaches höher gewesen.

Dies ist die Reaktion auf Proteste von Hetlingern, die regelmäßig am Deich spazieren gehen. Nach deren Beobachtungen gibt es bereits einige Schäden am Deichverteidigungsweg und damit am Deichfuß.

Die ersten Fahrzeuge, die von Wedel Richtung Baustelle fuhren, waren zu breit für den Deichverteidigungsweg. So gab es Schäden links und rechts des Weges. Zudem sind Betonplatten gebrochen. Das ist auch fotografisch dokumentiert worden. Nach dem Planfeststellungsbeschluss ist das Itzehoer Landesamt verpflichtet, die Deichsicherheit beständig durch einen Gutachter zu überprüfen.

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erstellt am 25.Feb.2014 | 21:21 Uhr

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