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Veränderungen : Mehr Offenheit und Transparenz?

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Zufrieden“ zeigt sich Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg mit dem Wahlergebnis der Gemeindevertreterwahl. Zwar hat die CDU 2,1 Prozent verloren, liegt jetzt bei 56,7 Prozent. Dies bedeutet der Verlust von zwei Sitzen, die an die anderen beiden Parteien in der Gemeindevertretung gehen.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 22:04 Uhr

„Wenn man oben steht, kann man nicht immer zugewinnen“, erklärt er. Er habe es zehn Jahre erlebt, dass die CDU mit einer Ein-Stimmen-Mehrheit regiert habe. „Das ging sehr gut“, so Weinberg. Die Diskussion über die „Schafweide“ habe höchstens zu einem geringen Verlust der CDU geführt. Er selber stand im Fokus der Kritiker, und habe gegenüber 2008 noch hinzugewonnen.

Denn über allem thront der Bürgermeister. 502 Moorreger machten bei Weinberg ihr Kreuzchen. Auffällig noch, dass der CDU-Vorsitzende Jan Schmidt mit 347 Stimmen seinen Fraktionsvorsitzenden und ersten stellvertretenden Bürgermeister Georg Plettenberg (329) überflügeln konnte. Direkt wurden zudem Sören Weinberg, Johann Baumgarten, Wolfgang Burek, Stefanie Willmann, Annerose Schrapp und Dieter Norton (alle CDU) ins Dorfparlament gewählt. Letzter hatte das schlechteste CDU-Ergebnis mit 271 Voten. Zum Vergleich: Das beste Resultat der SPD fuhr Regina Wulff mit 213 Stimmen ein. Ihr gutes Ergebnis und das der Parteifreunde im Wahlkreis1 führt der SPD-Vorsitzende Franz Hehnke auf die Diskussion um die Schafweide zurück. „Dort befindet sich die Bäckerei Eggers, die von dem neuen Supermarkt betroffen ist“, erklärt der Genosse. Zufrieden ist er mit dem zusätzlichen Mandat, doch das Wahlziel sei nicht ganz erreicht worden. Wenn man die Tendenz der vergangenen drei Wahlen verfolge, werde die schwarze Säule immer kleiner und die rote wachse. Demnächst wollen sich die Sozialdemokraten mit den Grünen zusammensetzen, um sich abzustimmen.

Denn nun steht den Genossen der Posten des ersten stellvertretenden Bürgermeiters zu, den bisher der Weinberg-Intimus Georg Plettenberg inne hat. „Wir lassen uns den nicht abschnacken“, sagt Hehnke, „und wollen so für mehr Offenheit und Transparenz sorgen.“ Verloren und doch gewonnen, haben Bündnis 90/Die Grünen. Sie fuhren 15,0 Prozent nach 15,6 Prozent bei der Wahl 2008 ein. Da das Auszählverfahren von D’Hondt auf Sainte-Laguë/Schepers geändert wurde – das erste bevorteilt die großen, das letzte die kleinen Parteien – errangen die Ökopaxe einen zusätzlichen Sitz. „Stabilisiert“ habe sich seine Partei, sagt Fraktionssprecher Helmuth Kruse mit Blick auf die Prozente, um hinzuzufügen: „Endlich haben wir das dritte Mandat.“ Er hofft, dass die CDU angesichts der neuen Mehrheitsverhältnisse „ihr Inseldenken aufgibt.“

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