Tower Festival : Mehr Kult an einem Abend geht nicht

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Es wurde mal wieder laut am Sonnabend auf dem Uetersener Flugplatz in Heist. Diesmal waren allerdings keine Feuerwehrsirenen zu hören, wie erst kürzlich bei dem Flugzeugabsturz, sondern fünf Bands mit lauten Gitarren.

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02. September 2012, 21:37 Uhr

Unangefochtener Höhepunkt des „Tower Festivals“ war der Auftritt der Kultband „Torfrock“ aus dem fiktiven Dorf Torfmoorholm. Vorher waren jedoch bei bestem Wetter noch vier weitere lohnenswerte Acts zu hören.

„Konrad und der Löwe“ aus München etwa waren für die musikalische Eröffnung der Veranstaltung zuständig. Mit ihrem einzigartigen Pop-Rock sorgten sie für die richtige Einstimmung auf einen langen Abend mit viel Musik.

Im Anschluss kamen die Jungs von „Bla Bla Magazines“ und brachten die Stimmung mit Cover-Songs weiter zum Kochen. Frontmann Mick Schlüter war an Bühnenpräsenz einmal mehr nur schwer zu überbieten und mit den sympathischen Worten „Wir sehen uns beim Griechen!“ verabschiedeten sich die „Bla Bla Magazines“ nach einem etwa einstündigen Auftritt, den man zurecht als überaus gelungen bezeichnen darf.

Die Musiker von „Selfish“ waren beim „Tower Festival“ die Lokalmatadoren und spielten neben Cover-Songs vor allem auch eigene Stücke, die unter anderem auf dem neuen Album „In Flames“ zu hören sind. Vor dem nächsten anstehenden Programmhöhepunkt kamen die kleinen Kicker des FC Union Tornesch, die von der Band „Torfrock“ gesponsert werden, für einen kurzen Moment ins Rampenlicht.

Sie hatten mit 12:0 zu Hause gewonnen und dieser Sieg sollte mit allen 2000 Gästen des Festivals gebührend gefeiert werden. Die Organisatorin Ulrike Schreiber freute sich besonders über den Sieg der Mannschaft ihres Sohnes.

Die Sonne verabschiedete sich allmählich vom strahlend blauen Himmel und mit Einbruch der Dunkelheit traten „Bon Scott“ auf die Bühne. Die „AC/DC“-Tribute-Band ließ einen vom ersten Ton an vergessen, dass auf der Bühne nicht das Original aus Australien steht, sondern eine Coverband aus Hamburg.

Von alten Krachern bis hin zu neueren Songs entlockten die fünf Musiker ihren Instrumenten den einmaligen Sound der legendären Rockband, die seit Jahrzehnten Stadien füllt. Näher kann eine Coverband dem Original kaum sein.

Die Wikingerhelme und Trinkhörner waren mit fortschreitender Uhrzeit immer häufiger zu sehen. Es lag eine Stimmung in der Luft wie zur „Bagaluten Wiehnacht“. „Torfrock“ begannen zu spielen, und die Menge war vor der Bühne kaum noch zu halten. Zu den Liedern wurde ausgiebig getanzt, und die Flöten-Soli von Sänger Klaus Büchner wurden vom Publikum mit großem Applaus honoriert.

Beendet wurde der Abend schließlich von Karsten P-Punkt und Flo Staub. Die beiden Moderatoren von „alsterradio 106.8! rock'n'pop“ führten durch den Abend und ließen jede Umbaupause wie im Flug vergehen.

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