Kreisjugendring Pinneberg : Mehr Jugendliche ansprechen

Auf seiner Vollversammlung in der Jugendbildungsstätte in Barmstedt ließ der Kreisjugendring (KJR) das Jahr 2012 Revue passieren. Ein großer Wermutstropfen war der Beschluss des Kreises, das Pinneberg-Heim des KJR in Hadersleben/Dänemark mit Ende 2013 aufzugeben und den Pachtvertrag zu kündigen. Damit endet auch der Betrieb durch den Kreisjugendring. Dieses Jahr finden die Veranstaltungen aber noch wie gewohnt dort statt, unterstrich der Vorsitzende Andreas Dirbach. Eine weitere bittere Pille seien in 2012 die Budgetverhandlungen für die kommenden fünf Jahre gewesen. Das Budget des KJR wird trotz steigender Kosten auf dem Niveau von 2006 bleiben. Erstes Opfer des Rotstifts wurde das internationale Jugendprogramm, das nicht mehr angeboten werden kann.

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22. April 2013, 20:50 Uhr

Trotz dieser finanziellen Einschränkung versucht der Verein aus eigener Kraft über Sponsoring, Mitgliederbeiträge und Fundraising weiterhin attraktive Programme für die Jugendlichen anzubieten. „In solchen Zeiten ist die Zusammenarbeit mit unseren Vereinen wie dem DLRG oder der Sportjugend Gold wert“, bemerkt Ingo Waschkau, Geschäftsführer des KJR. Insgesamt sind rund 60000 Kinder und Jugendliche aus 60 Jugendverbänden des Kreises Pinneberg in der Arbeitsgemeinschaft organisiert. Positives gab es über die Jugendbildungsstätte, das Victor-Andersen-Haus in Barmstedt, zu berichten. Das Backsteingebäude von 1914 wurde seit 2010 komplett energetisch modernisiert. In 2012, dem ersten Jahr der Wiedereröffnung, wurde die Bildungsstätte mit einer Belegung von mehr als 10000 Jugendlichen mehr denn je genutzt. Um möglichst viele Jugendliche mit seinen Veranstaltungen zu erreichen, hat der KJR seine Internet-Aktivitäten ausgeweitet. Die jungen Mitglieder und andere Interessierte können 2013 an neuen Online-Aktionen teilnehmen und finden ausführliche Informationen über bewährte Programme auch im Internet. „Das Internet ist für unsere Veranstaltungen eine optimale und gleichzeitig kostengünstige Plattform“, erklärt Waschkau. Ein Beispiel: Ab dem 1. Mai startet das virtuelle KJR-Wahlcafe zur Kommunalwahl. Hier werden 26 Fragen von Jugendlichen bis zum Wahltag, den 26. Mai, beantwortet.

Auf der Facebook-Seite www.facebook.com/groups/KJR.Wahlcafe/ nehmen täglich Politiker der demokratischen Parteien aus dem Kreis Pinneberg zu einer Frage Stellung, die Jugendliche, die hier leben, bewegt. Die beliebte Aktion Ferienpass wird ebenfalls verstärkt über das Internet präsentiert und beworben.

„Am Ferienpass können alle Kinder aus dem Kreis zwischen sechs und 18 Jahren teilnehmen. Um diese Möglichkeit der Freizeitgestaltung noch bekannter zu machen, setzen wir auch hier mehr auf das Internet. Statt wie bisher für drei Euro gibt es das Ferienpass-Programmheft ab diesem Jahr kostenlos. Im neuen Flyer-Format werden alle wichtigen Informationen über die Veranstaltungen zusammengefasst, der Rest kann online nachgelesen werden“, so Waschkau.

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