Rückblick : Mehr Einsätze, weniger Personal

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Die Esinger Feuerwehr hatte 2011 alle Hände voll zu tun – mehr als im Vorjahr.

shz.de von
30. Januar 2012, 21:27 Uhr

Die Brandschützer hatten zwar nur zwei Einsätze mehr als 2010 abzuarbeiten (88). Die Zahl der Brände blieb sogar konstant bei 17, die der mittelgroßen Feuer stieg aber um zwei Drittel auf acht. Außerdem kam es nach mindestens einjähriger Pause wieder zu einem Großbrand. Im Esinger Moor ging an der Straße Am Tütenweg der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Flammen auf. Die Bewohner konnten sich retten. Allerdings starben Katzen. Nicht zuletzt nahmen die Einsätze mit technischen Hilfeleistungen um ein Drittel zu. 52-mal rückten die Esinger aus, um Polizei und Rettungsdiensten nach Verkehrsunfällen oder bei verschlossenen Türen zu helfen. Erleichternd war für die Feuerwehrleute, dass sich die Fehlalarme mit Brandmeldern halbierten. „Die Anlagen werden immer filigraner“, begründete Schriftführer und Pressewart Thomas Ueckert den Trend. Bei neuen Systemen würde die Feuerwehr erst informiert, wenn zwei Melder gleichzeitig anschlügen. Insgesamt nahmen aber auch die Fehlalarme zu. Bei steigender Einsatzzahl schrumpfte die aktive Wehr um drei Mann. Die Esinger nahmen zwar Danny Rost, Annette Halbouni und Mathias Schlüter für ein Anwärterjahr auf. Dafür verließen sechs Leute die Truppe, drei davon wechselten in die Ehrenabteilung. Zuwachs erhielten die Blauröcke am Freitag mit Dominik Radsziwill von der Jugendfeuerwehr.

Die Nachfolge des stellvertretenden Wehrführers Rolf Tiedemann trat Marcus Rohwedder an. Der 43-Jährige wurde mit 42 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen gewählt. „Ich habe Ja gesagt, weil ich Lust dazu habe. Für mich ändert sich außerdem nichts Großartiges“, sagte der Oberlöschmeister.

Er wohne gegenüber der Wache und rücke daher ohnehin meist mit dem ersten Fahrzeug aus. Vorgänger Rolf Tiedemann trat nicht mehr zur Wahl an. „Weil ich schon über zwei Perioden als stellvertretender Wehrführer dabei bin und wir junges Blut haben wollen, höre ich auf“, sagte der 54-Jährige. Er bleibt Funkwart.

Gemeindewehrführer Dirk Lolies freute sich über die zunehmend bessere Zusammenarbeit der Wehren Esingen und Ahrenlohe. „Wenn der Spaß zu kurz kommt, hat das Ehrenamt für uns irgendwann keinen Zweck mehr“, so der Gemeindewehrführer.

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