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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 02:09 Uhr

Zuwanderung : Mehr Beratungen beim EWB

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Bedeutung des Einwandererbundes (EWB) für die Integration von Flüchtlingen ist vor dem Hintergrund der großen Zahl Asylsuchender weiter angestiegen. „Wir haben in diesem Jahr schon 30 Prozent mehr Menschen, die sich an uns wenden“, sagte Präsident Harun Öznarin bei einem Besuch von Mitgliedern der SPD-Kreistagsfraktion.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2015 | 20:56 Uhr

Dabei kommt dem Dolmetscherpool, auf den der Einwandererbund zurückgreifen kann, eine zentrale Rolle zu. „Wir haben etwa 30 Personen, die 16 Sprachen beherrschen“, so Öznarin. Die Sprachmittler seien immer häufiger erste Anlaufstelle für die Flüchtlinge und fungierten dabei oft zugleich als Sozialberater. Zu den Beratungssuchenden gehören vor allem Menschen aus Syrien, aber auch Zuwanderer aus Kasachstan, der Ukraine, Afghanistan und dem Libanon. „Die Menschen, die unsere Beratungsstelle aufgesucht haben, stammen aus 44 verschiedenen Nationen“, sagte EWB-Präsident Harun Öznarin. Für das vergangene Jahr liegen bereits konkrete Zahlen vor. So haben die Mitarbeiter des Einwandererbundes 190 Sondierungsgespräche geführt, bei denen vor allem praktische Fragen des Alltags im Mittelpunkt standen. „Es ging natürlich um Fragen zum Asylverfahren, aber auch um die nächsten Arztpraxen oder wo man sich für einen Sprachkurs anmelden kann.“ Die für den Einwandererbund tätigen Dolmetscher haben fast alle keine entsprechende Ausbildung. Das seien meistens Einwanderer, die schon lange in Deutschland lebten „und wissen, welche Sorgen und Nöte ihre ehemaligen Landsleute plagen, die hier bei uns ankommen“. Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Hans-Helmut Birke, lobte im Anschluss die Arbeit des Vereins. „Wenn es darum geht, bei den Flüchtlingen erste Sprachbarrieren zu überwinden, sollten auch die Kreisverwaltung, Städte und Gemeinden verstärkt auf den Einwandererbund zugreifen“, sagte er im Anschluss an das Treffen. Der Einwandererbund wurde 1995 von Einwanderer-Eltern mit dem Ziel gegründet, die Integration von Zuwanderern aller Altersgruppen zu beschleunigen und ihre Situation im Bildungsbereich zu verbessern.

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