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Elbe-Chorfestival : Marsch und Geest: Ein Sängerland

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ebenso wie Obstbau und Tourismus prägt die Chormusik die Haseldorfer Marsch und ihre Umgebung. Diesen Eindruck konnten die Besucher der Hetlinger Mehrzweckhalle am Sonntag erhalten.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 21:03 Uhr

Beim zweiten Elbe-Chorfestival sorgten sechs Gruppen mit etwa 135 Sängern für ein gut zweieinhalbstündiges Programm. Sie stimmten Lieder aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen an. Das Gemeinsame war ihnen abzuspüren: die Freude am Singen. Viele Worte verlor der Vorsitzende des Männergesangvereins „Eintracht“ Hetlingen, Reiner Sievers, bei der Begrüßung daher auch nicht. Der Chor richtete das Festival zwar anlässlich seines 130-jährigen Bestehens aus. Gefeiert wurde aber nicht die „Eintracht“, sondern die Musik.

Die „Eintracht“ unter Leitung von Olaf Polenske rahmte das Festival mit ihren Auftritten. Sie stimmte volkstümliche Lieder aus dem 19. Jahrhundert an, etwa „Frisch gesungen“ von Friedrich Silcher und den „Jägerchor“ aus Carl Maria von Webers „Freischütz“. Schwungvoll und munter klang der Chor der Feuerwehr Appen mit Akkordeon-Spielerin Oda Reimers. Humorvoll hatte Leiterin Marianne Kratzer den 1970er-Jahre-Hit „Aus Böhmen kommt die Musik“ in „Aus Appen kommt die Musik“ umgedichtet. Besonders beeindruckte der Chor mit einem Medley von Johann Strauss Junior.

Frisch und klar wirkte die Wedeler Gruppe „Choriosum“ allein schon durch ihre bunte Kleidung. Dazu passte ihr klarer, präziser Gesang, den Aya Takeda dirigierte. Vier ernste, teils getragene Stücke von Johannes Brahms trug die Kantorei Holm unter Leitung von Olaf Generotzky vor. Dagegen stimmte der Männergesangverein „Concordia“ Hohenhorst Gassenhauer wie „In Hamburg sagt man Tschüß“ an. Der Frauenchor „Marsch Mel(l)os“ Hetlingen, der ebenso wie die „Eintracht“ von Olaf Polenske geleitet wird, bot Gospels wie „Kumbaya“ dar.

Mit rund 350 Besuchern war die Halle gut gefüllt. Zusätzlich zu den Sängern hörten mehr als 200 Gäste zu.

Weise war es übrigens, dass die Chöre bereits nach etwa 20 Minuten die Mikrophone abschalten ließen. Der Klang in der schwierigen Akustik der Turnhalle gewann dadurch.

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