Marode Rad- und Fußwege beklagt

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Der Seniorenbeirat ist der Stachel im Fleisch der Uetersener Politiker / Senioren haben Angst vor dem Verlust ihrer Mobilität

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19. März 2018, 16:05 Uhr

Auf Einladung des Seniorenbeirats stellten sich Uetersener Lokalpolitiker aller fünf Parteien, die sich bei der Kommunalwahl wählen lassen wollen, den Fragen der älteren Generation (wir berichteten). Auch marode Fuß- und Radwege waren ein Thema der Sitzung. „Diese sind in katastrophalem Zustand“, sagte der Seniorenbeiratsvorsitzende Uwe Staack (Foto). Maßow (FPD) forderte auch im Hinblick auf jüngste schwere Unfälle ein „Radfahr- und Fußwegkonzept“, Bernd Möbius (Grüne) ein „Verkehrskonzept“. Nach Klärung der Prioritäten müssten die Investitionsmittel erhöht werden, sagte er. Anne-Christin Speichert (SPD) schlug die Einrichtung von Fahrradstraßen vor, in denen Radfahrer Vorrang haben, dies könne eine Lösung für die Seminarstraße sein.

Der Seniorenbeirat wünschte sich außerdem von den Politikern, dass noch mehr barrierefreie Zugänge zu Behörden, Arzt- und Therapiepraxen sowie Geschäfte geschaffen werden. Stief (CDU) sagte, die Politik habe beim Bau öffentlicher Gebäude hier in der Vergangenheit erfolgreich mit dem Seniorenbeirat zusammengearbeitet. „Aber auf die Gestaltung von Privatbauten haben wir wenig Einfluss“, so Stief. Speichert (SPD) nannte den Seniorenbeirat lobend „den Stachel in unserem Fleische“, weil er immer wieder auf aktuelle Missstände hinweise.

Die Senioren äußerten zudem den Wunsch, in Uetersen einen Rufbus als Ergänzung zu den Linienbussen einzurichten. „Viele ältere Bürger leben in Randbereichen, ohne zum öffentlichen Nahverkehr“, so Seniorenvertreter Kleinwort. Sein Kollege Staack verwies darauf, dass der Antrag des Beirats, gemeinsam mit der Verwaltung und der Selbstverwaltung ein Konzept zu erarbeiten, nie beantwortet worden sei.

Maßow sagte, die FPD versuche bereits seit zehn Jahren, ein solches System zu etablieren, seitens der KViP und der Taxiunternehmen habe es aber kein Interesse gegeben. Lankau (BfB) bat den Seniorenbeirat, die Bedürfnisse der Menschen zusammenzustellen, damit die Politik eine Entscheidungsgrundlage erhält. Möbius (Grüne) sagte, er könne sich einen Rufbus als Zuleitung zu den bestehenden Linien vorstellen. Speichert (SPD) warf die Idee von ehrenamtlich betriebenen Bürgerbussen auf. Stief (CDU) bekräftigte, dass die Fraktionen in Einigkeit immer einen sechsstelligen Betrag in den Haushalt einstellen, damit bestimmte Buslinien weiter betrieben werden können.

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