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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 19:35 Uhr

Ernst Barlach Museum : Markus Lüpertz Kunst

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein grandioses Kunst-Highlight wird dem Liebhaber zeitgenössischer Kunst im Ernst Barlach Museum geboten. Es zeigt mit seiner ersten Ausstellung 2014 eine retrospektive Schau von Markus Lüpertz – einem der provokantesten und bedeutendsten, deutschen Künstler der Gegenwart.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 17:52 Uhr

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, 26. Januar um 12 Uhr wird dazu eingeladen, die rund 70 vorwiegend großformatigen Gemälde, Skulpturen und Texte in Anwesenheit des Künstlers in Augenschein zu nehmen.

Unter dem Titel: „Markus Lüpertz – Bilder, Skulpturen, Texte – 1964 bis 2014. Eine erste Retrospektive in Norddeutschland seit über 30 Jahre“. Damit wird der künstlerische Weg Lüpertz (Jahrgang 1941) über 50 Jahre dokumentiert. Schon die Bildwelt des jungen Künstlers ist individuell und kraftvoll und wirkt der abstrakten Malerei mit „monumentalen Darstellungen gegenständlicher Formen entgegen. 1966 zeigte Markus Lüpertz zum ersten mal seine Vorstellung vom „Dithyrambischen Konzept“, das sich auf Dionysos, den Gott der „Lebensbejahung und der ewigen Wiederkehr, bezieht. Später setzte sich der Künstler bis Ende der 1970er Jahre intensiv mit der deutschen Geschichte auseinander. Seine Bilder zeigen symbolträchtige Motive wie Schaufeln, Stahlhelme und Fahnen. Die „Stil- Malerei“ folgte bis Mitte der 1980er Jahre. In ihr befreite sich Lüpertz von gegenständlichen Motiven und ging den Weg der „flächen- und volumenbildenden Formen.“ Ab Mitte 1980 bis heute ist es die klassische Antike in der Malerei und Skulpturen die der Künstler thematisiert.

Aus der Bildfolge „Männer ohne Frauen – Parsifal“, die zwischen 1993 bis 1997 stattfand sind in Anlehnung an die letzte Oper Wagners, mehrere Bilder im Untergeschoss des Museums ausgestellt. Markus Lüpertz erforscht hier genau die männliche Psyche. Eine „metaphysische Dimension“ bekommt das Schaffen Lüpertz Ende der 1990er Jahre. Kunst bedeutet ihm Weltzugang. Landschaft, Natur und Kulturgeschichte finden sich in neuen Bildräumen, um, wie Lüpertz einst sagte, „die Welt anzuhalten“, das ist sein Wunsch. Geöffnet: Di.-So. 11 bis 18 Uhr in der Mühlenstraße 1, bis 27. April.

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