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Aus- und Rückblick : „Man muss immer etwas tun“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Man muss etwas tun, um jene Verhältnisse zu ändern, die sich nicht von selbst verändern.“ Und diesem Motto unterwirft vor allem er sich selbst: Ernst Dieter Rossmann, der Bundestagsabgeordnete der SPD aus dem Kreis Pinneberg ist ein Politiker um den man – welche Lokalzeitung man auch immer aufschlägt – nicht herumkommt. Alleine in diesem Sommer besuchte er alle 49 Städte und Gemeinden seines Kreises. Einen Ausblick auf die Zukunft und insbesondere auf die kommende Bundestagswahl im Herbst gab Rossmann gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden Thomas Hölck und der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Elke Schreiber beim alljährlichen Sommer-Pressegespräch im Pinneberger Wahlkreisbüro.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2013 | 21:48 Uhr

Großes Thema war natürlich der nun beginnende Wahlkampf für die Bundestagswahl. „Wir wissen, dass in der jetzigen Parteienkonstellation wenige Prozente in die eine oder andere Richtung, die möglichen Regierungsbündnisse vollkommen ändern können“, sagte Rossmann. „Wir setzen auf Rot-Grün, wir werben für Rot-Grün und wir stellen uns hinter Peer Steinbrück und werben auch für ihn. Wir werben aber auch mit unserer guten kommunalen Arbeit“, in deren Rahmen Rossmann für sich selbst reklamiert „immer dabeigewesen“ zu sein. Und in der Tat setzt sich der SPD-Politiker überall dort für jene Fragen ein, die ihm wichtig sind: Er stärkte der Gemeinde Westerhorn den Rücken, als es um die Errichtung eines Schutzzaunes zwischen Bahntrasse und Wohngebiet ging und machte mit Briefen der etwas schwerfälligen Deutschen Bahn Beine. Er trieb die Einrichtung eines Tempolimits vor dem Altenheim in Hasloh voran und setzte sich für das Schenefelder XFEL-Besucherzentrum ein.

Nun wolle man einen „richtig engagierten Wahlkampf“ führen, der im Kreis Pinneberg von der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Elke Schreiber federführend geplant und durchgeführt wird und in dessen Rahmen viele ehrenamtliche Helfer hunderte von Haushalten besuchen wollen.

Zur Kanzlerin hatte Rossmann kaum Wohlwollendes zu sagen: Aus Merkels gesamter Regierungszeit bleibe an eigenständigen inhaltlichen Positionen und gesellschaftlichen Veränderungen im Grunde nur das Betreuungsgeld. Die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften, die jetzt sogar von der CDU mitgetragen wird, sei ebenfalls „nicht auf CDU-Denken gewachsen“, so Rossmann weiter. „Die CDU hat inhaltlich nichts zu bieten und Merkel ist eine Surferin auf dem Zeitgeist.

Auch zur Linken hatte Rossmann wenig Schmeichelhaftes zu erklären. Diese seien „leider in ihrer Gespaltenheit noch nicht regierungsfähig.“ Eine Regierung aus Gysi und Wagenknecht werde wohl „nicht besonders lange arbeiten“, sagte der Bundestagsabgeordnete nicht ganz ohne Bedauern.

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