Barlach Museum : Magie der Farben

Im Geburtshaus des Bildhauers, Zeichners und Malers Ernst Barlach in der Mühlenstraße 1, ist im gleichnamigen Museum eine farbintensive Schau mit gemalten Blumen-, Landschaftsbildern, Aquarellen und Grafiken des Künstlers Christian Rohlfs zu sehen.

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25. April 2013, 21:43 Uhr

Der Titel lautet zu Recht: „Christian Rohlfs – Magie der Farben“. Er verstand es, die Farben zu seinem zentralen Gestaltungsmittel zu machen, dadurch sind seine Exponate von großem Reiz.

Der Maler wurde 1849 im Kreis Segeberg als Sohn eines Landwirts geboren und starb, nachdem er 1901 nach Hagen verzog, dort im Jahre 1938 im Alter von 87 Jahren. Einen Tag nachdem die Nazis seine Werke als entartet eingestuft hatten. Viele Bilder (etwa 400) gingen in die USA und seine Witwe versuchte, die Werke wieder zu sammeln. Christian Rohlfs studierte von 1870 bis 1884 an der Weimarer Kunstschule, an der er auch lehrte. Sind seine ersten Arbeiten eher impressionistisch, so probiert er im Laufe seiner langen Künstlerjahre verschiedene Stile und ist als Maler und Grafiker einer der wichtigsten Künstler des Expressionismus.

Seine bevorzugten Farben sind tiefbraune, gelbe und blaue Töne die er flächig und mit vereinfachter Formgebung einsetzt. Zwei Jahrzehnte widmet er sich seinen grafischen Werken. Seine Holzschnitte haben oftmals einen religiösen Charakter. Die Natur von Ascona inspirierte den Maler Christian Rohlfs besonders und in seinem Spätwerk (ab 1927), als alter Mann, bringt er Meisterwerke hervor. Christian Rohlfs hat seine künstlerische Form gefunden, er gibt seinen Werken seine eigene Prägung und durch Licht- und Farbstimmungen wundebare Akzente.

Die besondere Ausstellung sollte kein Kunstinteressierter versäumen und sich von der „Magie der Farben“ einnehmen lassen. Die Ausstellung ist bis zum 14. Juli, dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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