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Uetersener Nachrichten

26. September 2017 | 18:37 Uhr

Karfreitag : Lukaspassion reloaded

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der erfolgreichen Uraufführung soll eine Wiederholung folgen. Am Karfreitag, 18. April, ist in der St. Gabrielkirche die Lukaspassion von Johann Sebastian Bach zu hören, und zwar in einer Bearbeitung von Dr. Jörg Dehmel. Der Haseldorfer Kantor hat Präludien und Fugen des Komponistengenius so mit Arien und Chorälen aus anderen Lukaspassionen seiner Zeit umgetextet und kombiniert, dass daraus ein ganz neues Werk entstanden ist.

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erstellt am 07.Apr.2014 | 22:34 Uhr

Die Aufführung beginnt um 17 Uhr. Es treten auf Johanna Mohr, Sopran, Kerrin Brinkmann, Alt, Fridtjof Schultz-Falcke, Tenor, Malte Schulz, Bass, der gemischte Chor „Cantate“, Appen /Moorrege, ein Ensemble mit historischen Instrumenten sowie Dehmel am Cembalo. Seine Bearbeitung der Lukaspassion war Karfreitag 2013 uraufgeführt worden. Von Johann Sebastian Bach sind drei Passionen überliefert: die Johannes- und die Matthäus-Passion und die verschollene, aber teilweise rekonstruierbare Markus-Passion. „Die im Bachwerkeverzeichnis als BWV 246 geführte Lukaspassion ist aus stilistischen Gründen mit Sicherheit nicht von Bach“, erklärt der Haseldorfer, „ obwohl ein ‚Autograph‘ existiert.“ Über seine Beweggründe, dieses musikalisch nicht sehr interessante Werk abzuschreiben, könne man nur spekulieren. Vielleicht führte er es auf, weil er aus Zeitmangel keine eigene Lukaspassion komponieren konnte. Nachdem in Haseldorf 2010 und 2012 eine Fassung der Markuspassion aufgeführt worden war, schien der Gedanke reizvoll, eine Lukaspassion aus anderen Werken Bachs zusammenzustellen, erklärt Dehmel. Ausgangspunkt des Textes bildete der Luthersche Evangeliumstext aus der Bachzeit.

„Musik in anderen Zusammenhängen erneut zu verwenden, war für ihn ebenso wie für seine Zeitgenossen vollkommen selbstverständlich“, erklärt der Haseldorfer Kirchenmusiker . Man musste vor allem darauf achten, dass die Affekte übereinstimmten. Vor diesem Hintergrund habe er Werke Bachs umgetextet und neu zusammengestellt. Nur die Worte des Evangelisten mussten neu komponiert werden. „Hier haben wir versucht, uns eng an Bachs Stil zu halten“, so Dehmel.

Eintrittskarten können Musikfreunde unter der Telefonnummer 04129/241 vorbestellen.

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