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Verabschiedung : Lüchau ist nun Ehrenamtsvorsteher

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Heinz Lüchau war 25 Jahr lang Bürgermeister in Haseldorf, zwei Jahre länger lenkte er das Amt Haseldorf als dessen Vorsteher. Lüchau ist für viele eine lebende Legende und ein Vorbild an Zuverlässigkeit, Durchsetzungskraft und Menschlichkeit. Die Bodenhaftung habe Lüchau nämlich nie verloren, unterstrichen am Freitag mehrere Redner im Haseldorfer Hof während der offiziellen Verabschiedung des inzwischen ausgeschiedenen Amtsvorstehers. Das Bürgermeisteramt gab Lüchau schon vor zwei Jahren ab. Sein Nachfolger damals wurde Uwe Schölermann. Rolf Herrmann, Bürgermeister in Haselau, beerbte Lüchau als Amtsvorsteher.

Neben diesen beiden waren es Uetersens Bürgervorsteher Adolf Bergmann, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Udo Prinz von Schoenaich-Carolath-Schilden sowie Walter Rißler, Lüchaus Counterpart in Holm und dort nach wie vor Amtsvorsteher.

Bürgermeister Uwe Schölermann war es vorbehalten, die etwa 60 Anwesenden zu begrüßen, darunter viele langjährige Weggefährten. Die Stadtverwaltung Uetersen war mit vielen Mitarbeitern vertreten, ein Ausdruck der Wertschätzung, die Heinz Lüchau sich insbesondere seit Beginn der Verwaltungsgemeinschaft in der Rosenstadt erworben hat. Uetersens Bürgervorsteher merkte das während seiner Grußworte an. Zudem überbrachte er die besten Wünsche von Bürgermeisterin Andrea Hansen. Grüße in die Runde gab es auch von den beiden Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordneten Ole Schröder (CDU) und Ernst Dieter Rossmann (SPD), die derzeit in Berlin an der Großen Koalition „basteln“.

Schölermann würdigte Lüchau als einen Mann, der Kontinuität unter Beweis gestellt habe und stets um Ausgleich bemüht gewesen sei. Er und der neue Amtsvorsteher müssten erst einmal in die großen Fußstapfen hineinfinden, die Lüchau hinterlassen habe.

„Sein Engagement ist in Haseldorf vielfältig wiederzufinden“, sagte Laudator Herrmann. Der jetzige Amtsvorsteher erinnerte an die vielen Ämter des Ausgeschiedenen und an die vielen Dinge, die Lüchau angeschoben, durchgesetzt und begleitet hatte. Immer zum Wohle des Amtes und als Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Es sei stets so gewesen, dass die Chemie zwischen den handelnden Personen, Lüchau auf der einen und der jeweilige Vertragspartner auf der anderen Seite, gepasst hätte. Seine Leistungen für die Menschen in Haseldorf seien unübertroffen.

Der so Gelobte ist Träger der Freiherr-vom-Stein-Medaille und des Bundesverdienstkreuzes. Auch der Kreispräsident würdigte Lüchaus Leistungen. Er sei ein kommunalpolitisches Urgestein, ein fleißiger Macher mit Herz und Verstand. Lüchau sei ein leuchtendes Vorbild für den Kreis.

Bergmann konzentrierte sich während seiner Worte auf den Menschen Heinz Lüchau. Die Menschlichkeit habe für ihn stets im Mittelpunkt gestanden. Mit dieser Art habe Lüchau Türen geöffnet und Allianzen geschaffen. Die Stadt danke ihm für die exzellente Zusammenarbeit.

Von Carolath lobte den Charakter von Heinz Lüchau. Er habe, auch als Oberdeichgraf, selten einen Verhandlungspartner gehabt, der so angenehm war wie der des jetzt aus dem Amt Ausgeschiedene. Der Prinz überbrachte zudem die besten Grüße von Pastor Dr. Udo Nagel.

Bevor Walter Rißler an das Pult trat, gab es noch eine Überraschung für Lüchau. Rolf Hermann verkündete, dass man den Entschluss gefasst habe, Heinz Lüchau zum Ehrenamtsvorsteher zu ernennen. Eine entsprechende Urkunde überreichte sein Nachfolger dem sichtlich Gerührten sogleich.

Walter Rißler gratulierte als erster, denn er hatte sich als letzter auf die Rednerliste setzen lassen. Die drei Gemeinden könnten stolz sein auf einen solchen Menschen, formulierte Rißler „op Platt“. „Wir haben es noch nicht geschafft, die Ämter zusammenzulegen, aber man könnte ja noch einmal darüber sprechen“, so Rißler augenzwinkernd. „Wenn ihr uns damals nicht so gezwiebelt hättet, wäre es vielleicht dazu gekommen, aber wir fühlen uns in Uetersen sehr wohl“, antwortete Lüchau, der sich für alle guten Worte bedankte, schmunzelnd.

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erstellt am 20.Okt.2013 | 19:32 Uhr

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