Kehrt der Schwamm zurück? : Ludwig-Meyn-Gymnasium: Neues Gutachten warnt vor dem gefährlichen Pilz

Der Hausschwamm breitet sich zumeist im Verborgenen aus – dort, wo die Belüftung unzureichend ist.
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Der Hausschwamm breitet sich zumeist im Verborgenen aus – dort, wo die Belüftung unzureichend ist.

Jetzt muss die Stadt handeln.

shz.de von
02. Mai 2017, 16:00 Uhr

Uetersen | Kehrt der Echte Hausschwamm ins Ludwig-Meyn-Gymnasium (LMG) zurück? Das ist nicht ausgeschlossen. Erst vor acht Jahren wurde das Gymnasium von diesem holzzerstörenden Pilz befreit. Zumindest ist das damals von Kreisseite so in Richtung Uetersen kommuniziert worden. Der Rosenstadt sollte das Gebäude damals per Gesetz übertragen werden. So waren Uetersens Politiker froh, diese Worte vom damaligen Schulträger zu hören. Entdeckt worden war der Schwamm 2008/2009 an mehr als 120 Stellen. Inzwischen gehört das LMG der Stadt. Michael Koch, Leiter des städtischen Bauamtes, informierte die Mitglieder des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen jetzt darüber, dass ein Gebäude vom Schwamm nicht befreit werden kann. Laut eines Gutachtens könne ein Schwamm sein zerstörerisches Werk jederzeit fortsetzen, wenn er „geweckt“ werde. Nur solange der Pilz „schlafe“, sei er harmlos, so Koch. Der Schwamm ist deshalb so gefährlich, weil er in der Lage ist, anorganisches Material zu durchdringen. So können die Mycelien Mauerwerk, Putz und Schüttungen durch- und unterwachsen. Daher, so Koch, sei es laut Gutachter unerlässlich und nunmehr dringend geboten, das Mauerwerk des Gymnasiums horizontal und vertikal mit einer Feuchtigkeitssperre zu versehen. Die dafür erforderlichen Kosten wurden während der Sitzung des Ausschusses nicht beziffert, sie dürften jedoch spätestens zu den Haushaltsberatungen Thema werden.

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