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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 02:59 Uhr

Tennis : Lokalmatadoren waren gut dabei

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zum größten Altersklassenturnier in Norddeutschland haben sich die „Stadtwerke Uetersen Midlife Classics“ in den letzten Jahren entwickelt ‒ und als am Sonntag zum Abschluss der fünftägigen Veranstaltungen die Siegerehrung anstand, gab es neben strahlendem Sonnendschein auch zahlreiche strahlende Gesichter.

Das Wetter war dem gastgebenden TV Uetersen allerdings nicht durchgängig wohlgesonnen: Eine fast dreistündige Regenpause am Sonnabendvormittag brachte den prall gefüllten Zeitplan, den die insgesamt 185 (!) Einzelmeldungen bedeutet hatten, doch etwas ins Wanken. „Dank der Hilfe der benachbarten Vereine aus Tornesch, Prisdorf und Elmshorn konnten wir die zeitlichen Probleme aber wieder ausgleichen“, sagte Dierk Haartje, der zusammen mit Ulf Matthießen und Thorsten Wallmann die Turnierleitung bildete, dankbar.

Hochklassige Finalspiele auf der mit Zuschauern sehr gut besetzten Tennisanlage am Uetersener Fourniermühlenweg entschädigten die Veranstalter am Sonntag für das kurzfristig notwendig gewordene „Krisenmanagement“ vom Vortag. Und anders als noch im vergangenen Sommer konnten bei den diesjährigen Finalspielen sogar auch Aktive von den Vereinen aus dem Umland Akzente setzen.

Das längste Finalspiel am Sonntagnachmittag bestritten die beiden Herren 75-Spieler Karl-Heinz Westphal vom gastgebenden TV Uetersen sowie Heiner Brand vom Harburger TuHC. Nach über zweieinhalb Stunden unterlag Lokalmatador Westphal knapp mit 6:7, 7:5 und 6:10. In der Altersklasse 55 waren die beiden Uetersener Rüdiger Geertz und Willi Schubsda mit Halbfinal-Chancen angetreten und scheiterten jeweils im Viertelfinale. Das Maß aller Dinge war einmal mehr der Elmshorner Thies Röpcke, der für den Club an der Alster aufschlägt. Er gewann das Turnier souverän ohne Satzverlust und hatte auch im Endspiel gegen Peter Meyer vom Stader TC keine Mühe.

Positiv überraschte Wolfgang Winkler (Schenefelder TC) in der Altersklasse Herren 30. Bedingt durch eine längere Verletzungspause startete Winkler als Ungesetzter in das Turnier ‒ und streckte am Ende den Siegerpokal in die Höhe. Im Finale setzte sich Winkler gegen Jens Sander (Schleswiger TC) durch, nachdem er im Halbfinale seinen Mannschaftskameraden Oliver Warncke-Wittekind bezwungen hatte. Dieser wiederum hatte zuvor „in einem der besten Matches des ganzen Turniers“, wie Haartje es ausdrückte, im Viertelfinale Norman Pollnow (Rahlstedter HTC) ausgeschaltet.

Im Feld der Herren 45 reichte es für den Rellinger Karsten Schröder (spielt für die SV Blankenese) immerhin zur Halbfinal-Teilnahme. Hier unterlag er jedoch klar dem Saseler Marc-Oliver Richter. Für eine faustdicke Überraschung sorgte im Feld der Herren 60 Manfred Schütt vom TV Fortuna Glückstadt. Ungesetzt kämpfte er sich ins Finale und beherrschte dort auch den hoch eingeschätzten Hasko Schilling (TC Falkenberg) nach Belieben.

Eine Klasse höher bei den Herren 65 gelang Gunnar Ziesenitz von der TG Barmstedt der Einzug ins Finale, wo er jedoch dem topgesetzten Paul Schorn (Harburger TuHC) in zwei Sätzen unterlag.

Ein altbekanntes Gesicht bekamen die Uetersener Zuschauer/innen bei den Herren 70 zu sehen. Ernst-Günther Ehmcke, früher jahrzehntelang für den benachbarten Pinneberger TC aktiv und inzwischen nach Lüneburg verzogen, entschied diese Wertung ohne Satzverlust für sich.

Bei den Damen-Konkurrenzen ragte einmal mehr die Elmshornerin Olga Shaposh- nikova (49) heraus, die – eigentlich schon für die Damen 50 startberechtigt – souverän die Konkurrenz der Damen 40 für sich entschied. Die Uetersenerin Ute Jansen erreichte bei den Damen 50 immerhin das Halbfinale, wo sie der späteren Siegerin Susanne Schneekloth mit 0:6 und 3:6 unterlag. Bei den Damen 30 triumphierte Ines May (SV Blankenese). Die Uetersenerin Ina Moest gewann die B-Runde der Damen 30/40 (im Finale mit 6:0 und 6:0 gegen Birgit Brusch/Itzehoer TV).

Turnier war ein voller Erfolg

Zum Abschluss der „19. Stadtwerke Uetersen Midlife Classics“ bedankte sich Susanne Siebels, die Vorsitzende des gastgebenden TV Uetersen, bei allen Teilnehmern für die fairen und hochklassigen Spiele, bei den Vereinsmitgliedern für deren zahlreiches Erscheinen während der fünf Turniertage und bei der Turnierleitung – bestehend aus Dierk Haartje, Ulf Matthießen und Thorsten Wallmann – für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Zudem lud Susanne Siebels bereits jetzt zur 20. Austragung im nächsten Jahr ein ‒ passend zu dieser Jubiläums-Auflage wird der Tennisverein Uetersen im kommenden Jahr gleichzeitig sein 90-jähriges Bestehen feiern.

Die Turnierleitung wiederum zeigte sich hocherfreut mit der Resonanz und der nochmals gesteigerten Qualität der Veranstaltung. „Dazu haben die Stadtwerke Uetersen mit ihrer Unterstützung einen nicht unerheblichen Teil beigetragen“, so Haartje, für den die Offenen Landesmeisterschaften des Tennisverbandes Schleswig-Holstein „ein voller Erfolg“ waren.

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erstellt am 20.Aug.2015 | 17:03 Uhr

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